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Robert Koch-Institut wartet auf Bayerns Corona-Impfzahlen | BR24

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Bildrechte: Peter Kneffel/dpa-Bildfunk

Um die verfügbaren Corona-Impfstoffe möglichst effektiv zu nutzen, betreibt das Robert Koch-Institut ein Impfmonitoring. Aus Bayern erhielt das RKI bisher aber nur ungenügend Daten. Die Grünen im Landtag fordern, die Versäumnisse schnell nachzuholen.

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Robert Koch-Institut wartet auf Bayerns Corona-Impfzahlen

Um die verfügbaren Corona-Impfstoffe möglichst effektiv zu nutzen, betreibt das Robert Koch-Institut ein Impfmonitoring. Aus Bayern erhielt das RKI bisher aber nur ungenügend Daten. Die Grünen im Landtag fordern, die Versäumnisse schnell nachzuholen.

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Von
  • Daniel Knopp

Um die verfügbaren Corona-Impfstoffe möglichst effektiv zu nutzen, betreibt das Robert Koch-Institut (RKI) ein bundesweites Impfmonitoring. Dabei werden beispielsweise regionale oder altersspezifische Entwicklungen der Impfkampagne dokumentiert. Aus Bayern hat das RKI bisher jedoch nur ungenügend Daten erhalten.

"Wir können mit den bayerischen Impfdaten weiterhin nicht viel anfangen, dabei brauchen wir sie dringend." RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher

Das Problem sind demnach vor allem die bayerischen Impfdaten vor dem 22.03.21.

Altfälle fehlen

Seit dem 22. März nutzt Bayern die Software Digitales Impfquotenmonitoring, kurz DIM. Doch mehr als zweieinhalb Monate lang wurden die bayerischen Impfdaten nur in zusammengefasster Form an das RKI übermittelt. Laut RKI fehlen deswegen noch immer die meisten bayerischen Impfdaten.

Grüne fordern schnelles Nachliefern

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern, die Versäumnisse schnell nachzuholen. Viel zu spät habe Bayern reagiert, sagt Benjamin Adjei, Sprecher für Digitalisierung der Landtags-Grünen. Der Informatiker Adjei kann allerdings nicht sagen, wie die Daten jetzt am besten nachgetragen werden können. Wenn ein manueller Nachtrag möglich wäre, so müsse dies jetzt möglichst schnell erfolgen. "Außerdem muss die Staatsregierung ein Konzept erarbeiten, wie die durch die Hausärzte erfolgten Impfungen ohne große Mehrbelastung des Praxispersonals ausreichend dokumentiert und schnell übermittelt werden können", so Adjei.

Gesundheitsministerium gibt datenschutzrechtliche Gründe an

Laut Bayerischem Gesundheitsministerium hatte die Verzögerung datenschutzrechtliche Gründe. Erst seit gut vier Wochen könne die erweiterte RKI-Schnittstelle automatisiert und datenschutzkonform mit der bayerischen Impfsoftware genutzt werden, so das Gesundheitsministerium auf BR-Anfrage.

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