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Riskantes Überholmanöver: Tschechischer Lkw-Fahrer vor Gericht | BR24

© BR/Martin Gruber

Ein tschechischer Lkw-Fahrer hat Anfang des Jahres mit einem lebensgefährlichen Überholmanöver auf der B12 bei Freyung für bundesweite Schlagzeilen gesorgt. Vor dem Amtsgericht Passau wird der Fall jetzt verhandelt.

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Riskantes Überholmanöver: Tschechischer Lkw-Fahrer vor Gericht

Ein tschechischer Lkw-Fahrer hat Anfang des Jahres mit einem lebensgefährlichen Überholmanöver auf der B12 bei Freyung für bundesweite Schlagzeilen gesorgt. Vor dem Amtsgericht Passau wird der Fall jetzt verhandelt.

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Das gefährliche Überholmanöver eines tschechischen Lkw-Fahrers wird jetzt vor dem Amtsgericht Passau verhandelt. Die Anklage lautet auf vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs. Der Fall sorgte Anfang des Jahres bundesweit für Schlagzeilen. Zunächst wurde wegen versuchten Mordes ermittelt.

Crash bei Freyung gerade noch verhindert

Der 53-Jährige hatte auf der B12 bei Freyung im Landkreis Freyung-Grafenau am Ende einer zweispurigen Überholstelle zwei andere Lastwagen äußerst riskant überholt. Ein entgegenkommender Schulbus und der zweite überholte Laster konnten in letzter Sekunde abbremsen beziehungsweise ausweichen, der tschechische Lkw schob sich gerade noch zwischen dem Lkw und dem unbesetzten Bus durch. Weitere Pkw entgingen ebenfalls nur knapp einem Crash.

Überholmanöver mit Dashcam gefilmt

Ein anderer Lkw-Fahrer hatte das höchst riskante Manöver mit einer Dashcam gefilmt. Das Video wurde millionenfach in den Sozialen Medien angeschaut. Der Fahrer des Lastwagens wurde Anfang März aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Ermittlungen zunächst wegen versuchten Mordes

Die Staatsanwaltschaft Passau hatte zunächst wegen versuchten Mordes mit gemeingefährlichen Mitteln ermittelt. Das Argument: Mit seinem riskanten Überholmanöver habe der Lkw-Fahrer einen Unfall mit mehreren Verletzten oder gar getöteten Menschen in Kauf genommen. Vor zwei Monaten rückten die Ermittler von diesem Vorwurf dann aber ab, weil der Nachweis eines Tötungsvorsatzes nicht zu erbringen gewesen sei.

Vier Zeugen sollen aussagen

Das Amtsgericht Passau will noch am Donnerstag das Urteil sprechen. Laut Gerichtssprecher Maximilian Kitzbichler hat das Schöffengericht bislang einen Verhandlungstag angesetzt. Geladen seien vier Zeugen: der entgegenkommende Busfahrer, der Fahrer eines überholten Lkw und zwei weitere Zeugen. Zudem werde ein Verkehrsgutachter eine Aussage machen.