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Ortsschild von Rinchnach im Landkreis Regen

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    Rinchnach wählt einen neuen Bürgermeister

    Eine Frau und zwei Männer stehen zur Wahl: In Rinchnach im Landkreis Regen wird am Sonntag ein neuer Bürgermeister gewählt. Der amtierende Bürgermeister hatte zuvor krankheitsbedingt sein Amt niedergelegt.

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    Von
    • Konstantin König
    • BR24 Redaktion

    Weil der amtierende Bürgermeister von Rinchnach, Anton Dannerbauer (CSU), krankheitsbedingt zurückgetreten ist, müssen die rund 3.300 Bürger des Klosterorts im Landkreis Regen am Sonntag einen neuen Bürgermeister - beziehungsweise eine Bürgermeisterin wählen. Drei Kandidaten haben sich um das Amt beworben: Simone Hilz (SPD-parteilos), Jürgen Stockbauer (CSU) und Reinhard Berger (FWG).

    Frau als Bürgermeisterin wäre eine Premiere

    Sollten sich die Rinchnacher für Simone Hilz entscheiden, würden sie damit zum ersten Mal in der Geschichte Rinchnachs eine Frau zur Bürgermeisterin wählen. Während des Wahlkampfes hat sich die 34-Jährige immer wieder für die Belebung des Ortskerns von Rinchnach ausgesprochen. Leerstehende Gebäude sollen laut ihrem Wahlprogramm wieder mit Leben gefüllt werden sowie Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten direkt vor Ort geschaffen werden. Simone Hilz ist gelernte Mediengestalterin, verheiratet und hat zwei Kinder.

    Aufregung um Wahlempfehlung der Landrätin

    Regens Landrätin Rita Röhrl (SPD) hatte für Hilz in einer Postsendung an alle Haushalte eine Wahlempfehlung ausgesprochen – das sorgte für Aufregung. Der amtierende zweite Bürgermeister von Rinchnach, Ludwig Lemberger (FW), hatte sich darüber geärgert und auf eigene Kosten eine Zeitungsanzeige geschaltet. Der Tenor: "Staatsorgane" wie eben eine Landrätin dürften sich nicht in eine Kommunalwahl einmischen, sondern hätten die "Pflicht zur parteipolitischen Neutralität".

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    Ein Wahlplakat von Simone Hilz (SPD-parteilos)

    Beseitigung von Leerständen und E-Bike-Tankstelle

    Der CSU-Kandidat Jürgen Stockbauer ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Er arbeitet als leitender Physiotherapeut in Osterhofen an der Fachklinik für Amputation. Stockbauer würde sich laut eigenem Wahlprogramm als Bürgermeister für mehr Bauplätze in und rund um Rinchnach einsetzen. Die Gemeinde soll dort wieder als Bauträger eingesetzt werden. Wie auch Simone Hilz spricht sich Stockbauer für eine Stärkung des Ortskerns und die Beseitigung der Leerstände aus.

    Durch die Unterstützung der Ortsfeuerwehren will der CSU-Mann die Sicherheit in Rinchnach garantieren. Für E-Bike-Radfahrer will Stockbauer eine Elektro-Tankstelle errichten lassen.

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    Bildrechte: Jürgen Stockbauer

    Jürgen Stockbauer (CSU)

    Feuerwehr und Kindergarten stärken

    Reinhard Berger tritt als Kandidat für die Freie Wählergemeinschaft Rinchnach zur Bürgermeisterwahl an. Der 50-Jährige ist verheiratet und hat zwei Töchter. Berger sitzt laut eigenen Angaben seit 22 Jahren im Gemeinderat. In seinem Wahlprogramm hat er sich unter anderem dafür ausgesprochen, die Wasserversorgung in der ganzen Gemeinde dauerhaft zu sichern. Für die Schule, das Rathaus und das Bürgerhaus will er eine neue, umweltgerechte Heizung anschaffen. Auch der Kandidat der Freien Wählergemeinschaft will die Ortsfeuerwehren stärken und den Kindergarten erweitern lassen.

    © Reinhard Berger
    Bildrechte: Reinhard Berger

    Reinhard Berger (Freie Wählergemeinschaft)

    Coronavirus verändert Wahlkampf

    Durch die Corona-Pandemie war ein klassischer Wahlkampf in Rinchnach nicht möglich. Große Veranstaltungen und Reden vor Leuten waren nicht möglich. Die Kandidaten machten deswegen vor allem über Flyer, Postsendungen und Internetauftritte für sich Werbung.

    Die Gemeinde Rinchnach hat eine tausendjährige Geschichte. Sie besteht aus dem Hauptort und 24 Dörfern und Weilern. Bekannt ist “Klousta”, wie es in der Region genannt wird, vor allem für das Brauchtum des Wolfauslassens und die Klosterkirche.

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