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Der "Sommer in der Stadt" in München wurde am Freitag offiziell eröffnet.

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Spaß, Kunst, Kultur: "Sommer in der Stadt" eröffnet

Münchens OB Reiter hat das Riesenrad am Königsplatz getauft und damit den "Sommer in der Stadt" gestartet . Da die Wiesn ausfällt, sind Fahrgeschäfte über ganz München verteilt. So soll wenigstens etwas Geld in die Kassen der Schausteller kommen.

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Von
  • Manuel Rauch

Karussells, Schaustellerbuden, aber auch Kultur und Sportangebote an vielen Plätzen in der Stadt sollen den Münchnern in diesem Corona-Sommer Abwechslung bringen. Heute wurde das im Eiltempo auf den Weg gebrachte Programm "Sommer in der Stadt" eröffnet, und zwar mit der Taufe des Riesenrads durch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.

"Ich finde, dass wir in dieser Stadt wieder ein bisschen mehr Fröhlichkeit verdient haben." Dieter Reiter, Münchner Oberbürgermeister

Reiter sagte, der "Sommer in der Stadt" solle Schausteller, Marktkaufleute und Kulturschaffende unterstützen, die unter der Krise besonders litten - nicht zuletzt nach der Absage der Wiesn. Die Stadt hat rund 1,7 Millionen Euro locker gemacht, viele Kulturangebote kosten nichts.

"Es ist kein Ersatz für das Oktoberfest. Es ist keine Mini-Wiesn." Dieter Reiter, Münchner Oberbürgermeister

Es gehe laut Oberbürgermeister Reiter darum, die Gelegenheit zu bieten, in den Stadtvierteln Spaß zu haben; Kunst und Kultur zu erleben. Es sei zu erwarten, dass viele Münchner nicht verreisen - "und da braucht es ein bisschen Abwechslung." Reiter rief die Besucher eindringlich auf, weiter Abstand zu halten und vorsichtig zu sein. Das dezentrale Konzept biete viele Möglichkeiten auszuweichen.

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Um Schausteller zu unterstützen, sind über die Stadt München Fahrgeschäfte verteilt, die sonst auf dem Oktoberfest stehen - das Echo ist positiv.

"Sommer in der Stadt" bis zum Ende der Sommerferien

Mit großer Mehrheit hatte der Stadtrat Mitte Mai deshalb dafür gestimmt, Fahrgeschäfte und Standl dezentral an verschiedenen Plätzen in der Stadt aufzustellen - der "Sommer in der Stadt". Gut zwei Monate später ist es nun soweit. Nach jetzigem Stand sollen das Programm die ganzen Sommerferien über dauern.

Damit die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können, sollen auf jedem Platz nur eine Handvoll Fahrgeschäfte und Standl stehen, so wie am Königsplatz.

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Das Riesenrad auf dem Königsplatz dreht die letzten Proberunden

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Noch ist es fast menschenleer auf dem Königsplatz: Riesenrad, Kettenkarussell und Buden stehen jedenfalls schon bereit

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Auch die Kleinen sollen auf ihre Kosten kommen: Ab Freitag fliegen auf dem Königsplatz die Elefanten

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Etwas kleiner fällt der "Sommer in der Stadt" auf dem Wittelsbacherplatz aus. Hier gibt's diverse Buden, ein Mini-Karussell und einen Biergarten

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Kurfürst Maximilian I. thront über den Wiesn-Glupperln

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Pikachu dreht neben Max bald seine Runden

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Ein bissl Südsee-Feeling: Auf der Theresienwiese kann man den Sommer heuer unter Palmen genießen...

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... oder sich auf dem Trampolin austoben

Wiesn-Attraktionen im Olympiapark

Auf allen öffentlichen Plätzen - quer über die Stadt verteilt - warten auf die Besucher Attraktionen, die sonst auf der Wiesn stehen würden. So gibt es Fahrgeschäfte, Buden und Schmankerlstände am Königsplatz. Am Olympiapark, wo normalerweise um diese Zeit das Tollwood-Festival stattfindet, warten etwa die Oktoberfestgrößen "Heidi the Coaster" oder "Break-Dance".

Auer-Dult-Flair gibt es hingegen auf dem Weißenburger-, Wittelsbacher-, Mariahilfs- und dem Orleonsplatz. Neben kulinarischen Schmankerln stehen dort auch kleinere Fahrgeschäfte.

Palmen auf der Theresienwiese

Ein Teil der Betonwüste Theresienwiese hat sich unterdessen zur Mini-Oase verwandelt: 13 Palmen, Sand und blaue Liegestühle sollen in der Nähe der Bavaria zum Entspannen einladen. Der Umweltverein Green City und die Stadt München haben den Palmengarten mit Pflanzen der städtischen Gärtnerei dort aufgebaut. Nach aktuellem Stand sollen die Palmen bis zum 9. Oktober auf der Wiesn bleiben. Wer mehr Action mag: Nebenan können sich Besucher auf einem großen Trampolin austoben.

Volksfest-Ersatz auch in Rosenheim

Auch in Rosenheim hat man sich etwas überlegt: Schon seit dem 18. Juli läuft dort die siebenwöchige Kulturreihe "Sommer in Rosenheim". Geboten werden kulturelle Kleinformate. Künstler und Musiker treten an verschiedenen Orten in der Innenstadt auf - mal im Salingarten, mal in der Fußgängerzone und im Esbaumviertel, am Ludwigsplatz oder am Grünen Markt.

"Damit wollen wir zum Besuch unserer Innenstadt animieren, nach den harten Wochen des Corona-Lockdowns wieder Leben in die Innenstadt bringen und regionalen Künstlern die Chance geben, sich wieder vor Publikum zu präsentieren", sagt Oberbürgermeister Andreas März.

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