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Riedenburger Schleuse trockengelegt | BR24

© WSV/Wisniewski Ewa

Das verbogene Metallteil am oberen Tor der Riedenburger Schleuse wird herausgezogen

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    Riedenburger Schleuse trockengelegt

    Die kaputte Schleuse in Riedenburg (Lkr. Kelheim) blockiert derzeit den Schiffsverkehr auf der Donau. Jetzt ist sie trockengelegt worden, damit sich Gutachter den Schaden ansehen können. Inzwischen warten 69 Schiffe auf eine Weiterfahrt.

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    Die beschädigte Donau-Schleuse in Riedenburg im Kreis Kelheim ist trockengelegt worden. Gutachter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSV) sehen sich derzeit den Schaden an. Mit Hilfe eines Provisoriums soll die wichtige Schleuse am Freitagabend wieder befahrbar sein, teilt das WSV mit.

    Provisorium soll schnell den Betrieb wiederherstellen

    Die defekte Schleuse unterbricht derzeit den Schiffsverkehr auf der Donau: Inzwischen warten 69 Schiffe auf eine Weiterfahrt, darunter auch zahlreiche Flusskreuzfahrtschiffe, heißt es. Momentan läuft die provisorische Reparatur des oberen Schleusentores. Die deformierten Schienen wurden bereits herausgetrennt, sie müssen nun ersetzt und mit Beton vergossen werden. Eine dauerhafte Reparatur des beschädigten Tores soll bei der nächsten planmäßigen Schleusen-Wartung im Frühjahr 2020 stattfinden, teilt das Amt weiter mit.

    Hoher Schaden - Täter noch nicht gefunden

    Die Schifffahrt an der Riedenburger Schleuse ist seit Freitagabend eingestellt: Ein noch unbekanntes Schiff hatte beim Ausfahren den Kantenschutz so schwer beschädigt, dass das Tor nicht mehr geschlossen werden konnte. Den Schaden schätzt die Polizei auf mindestens 100.000 Euro. Reedereien und Reiseveranstalter hätten für Passagiere teilweise einen Busersatzverkehr eingerichtet, so eine WSV-Sprecherin.

    Zweite Beschädigung innerhalb weniger Wochen

    Vor gut drei Wochen war die Schleuse schon einmal beschädigt worden. Damals wäre keine provisorische Reparatur möglich gewesen, so das WSV, und der Schiffsverkehr war für zwei Wochen lahmgelegt. Dieses Mal soll es durch das Provisorium schneller gehen. Da sich der aktuelle Unfallverursacher noch nicht gemeldet hat, wurden von der Wasserschutzpolizei am Unfallort Lackspuren gesichert. Es wird ermittelt.