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Rhöner Priester wechselt zu Alt-Katholiken | BR24

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Kreuz (Symbolbild)

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    Rhöner Priester wechselt zu Alt-Katholiken

    Der Pfarrer einer Pfarreiengemeinschaft im Landkreis Rhön-Grabfeld gibt zum Monatsende sein Amt als katholischer Priester auf. Der Grund: Er wechselt zu den Alt-Katholiken, einer Reformkirche.

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    Er gibt sein Amt als römisch-katholischer Priester auf: Der Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft "Sankt Martin im östlichen Grabfeld, Untereßfeld" will stattdessen in den Dienst der Alt-Katholischen Kirche treten. Wie das Bistum Würzburg meldet, enthebt ihn Bischof Franz Jung zum 30. September 2019 von seinen Aufgaben.

    Pfarrer wechselt zu den Alt-Katholiken

    Aufgrund seiner persönlichen Überzeugungen sei es dem Pfarrer nicht mehr möglich, seinen Dienst in der römisch-katholischen Kirche auszuüben, heißt es in einer Mitteilung des Bistums. Der Priester war seit 2014 in der Pfarreiengemeinschaft tätig. Nun geht er zu den Alt-Katholiken. Zu seinen Beweggründen wollte sich der Pfarrer auf Nachfrage nicht näher äußern.

    💡 Wer sind die Alt-Katholiken?

    Bei den Alt-Katholiken handelt es sich um eine rund 140 Jahre alte Reformkirche in katholischer Tradition. Sowohl Männer als auch Frauen dürfen Pfarrer werden – und sie dürfen heiraten. Außerdem dürfen bei den Alt-Katholiken alle Getauften an der Eucharistie teilnehmen. In Deutschland leben gut 15.000 Altkatholiken. Davon etwa 3.000 in Bayern. Alt-Katholiken glauben nicht an die Unfehlbarkeit des Papstes. Mit dem Begriff "alt-katholisch" wollen sie zum Ausdruck bringen, dass sie sich ihrer Sicht nach auf die Ursprünge des Christentums besinnen.