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Rhön-Klinikum-Chef Stephan Holzinger räumt den Posten | BR24

© dpa Picture-Alliance Karl-Josef Hildenbrand

Rhön-Klinikum Campus in Bad Neustadt

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    Rhön-Klinikum-Chef Stephan Holzinger räumt den Posten

    Der Chef von Rhön-Klinikum nimmt kurz vor der Übernahme durch den Klinikkonzern Asklepios seinen Hut. Stephan Holzinger habe sein Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt, teilte das Unternehmen in Bad Neustadt an der Saale mit.

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    Der Aufsichtsrat von Rhön-Klinikum habe zudem der einvernehmlichen Aufhebung des Vorstandsvertrages zum 30. September zugestimmt. Mitte Juni war bekannt geworden, dass Holzinger über eine Auflösung seines Vertrages verhandelt. Rhön-Klinikum steht vor der Übernahme durch den Konkurrenten Asklepios. Um den Deal war unter den Aktionären, zu denen auch der norddeutsche Klinikkonzern gehört, ein heftiger Streit entbrannt.

    Streit unter Aktionären

    Der Pharma- und Medizinbedarfsanbieter B.Braun war zuletzt auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit seinem Widerstand gegen den Deal gescheitert. Holzinger hatte die Streitparteien mehrfach aufgefordert, die Auseinandersetzung zu beenden und zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Erst vor wenigen Tagen endete eine erste Übernahmefrist von Rhön-Klinikum Aktien. So hat das Joint Venture Askepios/ Münch zusammen mehr als 82 Prozent der Rhön-Klinikum Aktien erhalten. Der dritte große Aktionär, das Pharma- und Medizinbedarfsanbieter B.Braun, hat seinen 25 prozentigen Aktienanteil an das Joint Venture verkauft. B.Braun hatte sich lange gegen die Übernahme von Rhön durch das Joint Venture Asklepios und Münch gewehrt.

    Außerordentliche Hauptversammlung

    Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Anfang Juni hatten die Hessen versucht, mehrere Aufsichtsratsmitglieder bei Rhön, darunter Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzenden Eugen Münch abzuberufen. Am Ende einer zweiten Frist am 6. Juli wird dann komplett feststehen, wie viele der verbleibenden Aktionäre das Übernahmeangebot von 18 Euro je Anteil realisiert haben. Das Bundeskartellamt hatte bereits vor der außerordentlichen Hauptversammlung die geplante Übernahme genehmigt.

    Keine Auswirkungen auf Beschäftigte

    Helmut Bühner, der Betriebsratsvorsitzende der Rhön-Klinikum AG, sagte am Tag der außerordentlichen Hauptversammlung, dass er davon ausgehe, dass eine Aktienmehrheit von Asklepios keine Auswirkungen auf die Arbeitsverträge der rund 3.000 Mitarbeiter vor Ort haben wird. Die Rhön-Klinikum AG beschäftigt an sechs Standorten über 18.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2019 sind über 860.000 Patienten behandelt worden. Asklepios betreibt bislang rund 160 Klinikstandorte.

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