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Revolution im Weinberg? Dieser Schlepper kommt ohne Fahrer aus | BR24

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Ein neuer Schlepper fährt selbstständig durch den Weinberg - ohne einen Fahrer, der lenken muss. Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau hat die Maschine im unterfränkischen Thüngersheim vorgestellt. Nicht nur den Weinbau könnte sie verändern.

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Revolution im Weinberg? Dieser Schlepper kommt ohne Fahrer aus

Ein neuer Schlepper fährt selbstständig durch den Weinberg – ohne einen Fahrer, der lenken muss. Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau hat die Maschine im unterfränkischen Thüngersheim vorgestellt. Nicht nur den Weinbau könnte sie verändern.

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Noch sitzt ein Mann am Steuer des Schleppers, doch seine Hände kann er getrost in die Höhe halten: Künftig soll die intelligente Maschine selbstständig durch die fränkischen Weinberge steuern. Quasi als Vorgeschmack auf die Zukunft hat die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) das neue Gerät vorgestellt. Die semi-autonome Maschine soll Winzer und Obstbauern bei ihrer Arbeit entlasten.

Laser erzeugt 3D-Bilder von Rebstöcken

Der schlaue Schlepper ist mit hochmoderner Technik ausgestattet: Ein Laser-Scanner im Frontbereich macht während der Fahrt 3D-Bilder von den Rebstöcken und sendet die Signale an die Lenksteuerung des Schleppers. "Das Lenken macht nun das System, die Geschwindigkeitskontrolle der Schlepper", sagt Daniel Heßdörfer vom Institut für Weinbau und Oenologie (IWO) der LWG. Das sei weniger ermüdend für die Arbeiter, die bisher den Schlepper und die Geräte steuern müssen.

Schlepper soll Arbeiten im Weinberg vereinfachen

Am Schlepper sind zudem sogenannte "Anbaugeräte" befestigt, die ebenfalls autonom arbeiten: Sie kommen möglichst nahe an die Rebstöcke heran und können viel von dem Beikraut verarbeiten - ohne die Stöcke zu beschädigen. Denn bisher kommt es immer wieder vor, dass ein Gerät an den Stöcken hängen bleibt. "Dann entstehen Wunden und ein Stock kann kaputt gehen", erklärt Heßdörfer. 

LWG testet Schlepper auf "Herz und Nieren"

Die Experten der LWG überprüfen regelmäßig neue Techniken für den Wein- und Obstbau. Sie haben die Maschine der Firma Braun Maschinenbau auf "Herz und Nieren" getestet, sagte Sprecher Marco Drechsel im Vorfeld. Auch unter Echtbedingungen, das heißt auch in den Steillagen und auf ungeraden Wegen. Der neue Schlepper arbeitet herbizidlos, also ohne Glyphoysat - wie es die Landesanstalt seit 2015 vorgibt.

"Natürlich erinnern viele solche landwirtschaftlichen Maschinen zunehmend an ein Flugzeug-Cockpit mit zahlreichen Schaltern", sagte Drechsel. Computer-Experten müssen Winzer aber nicht sein, um das Gerät einzusetzen. Eine Affinität zu Technik sei jedoch durchaus von Vorteil, denn dann könne man sich die aufwendige Handarbeit sparen.

Autonomes Fahren außerhalb des Weinbergs verboten

Ohne Mensch in der Führerkabine kommt allerdings auch der neue Schlepper nicht aus. Aus gesetzlichen Gründen muss eine Person hinter dem Steuer sitzen. Das Wenden des Fahrzeugs in den Weinbergen führt über rechtlichen, also nicht mehr privaten Grund. Dort gilt die Straßenverkehrsordnung - autonomes Fahren ist damit noch verboten.

© Nayomi Polcar/BR-Mainfranken

Fahrerloser Schlepper im Weinberg

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