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Rettungsmedaille für Einschreiten bei Axt-Attentat | BR24

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Das Schicksal von Shu Ping Yau machte über Bayern hinaus Schlagzeilen. Beim Axt-Attentat am 18. Juli 2016 bei Würzburg tat er alles, um den Angreifer zurückzudrängen. Dafür bekommt er jetzt die Bayerische Rettungsmedaille.

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Rettungsmedaille für Einschreiten bei Axt-Attentat

Das Schicksal von Shu Ping Yau machte über Bayern hinaus Schlagzeilen. Beim Axt-Attentat am 18. Juli 2016 bei Würzburg tat er alles, um den Angreifer zurückzudrängen. Dafür bekommt er jetzt die Bayerische Rettungsmedaille.

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Die Rettungsmedaille verleiht der Bayerische Ministerpräsident einmal jährlich. Dieses Jahr ist Shu Ping Yau einer der Preisträger. Der Mann aus Hongkong kann an der Preisverleihung in der Münchner Residenz allerdings nicht teilnehmen.

Yau stellte sich dem Axt-Attentäter in den Weg

Beim Axt-Attentat vom Juli 2016 hatte ein 17 Jahre alter Afghane die Zugreisenden in einer Regionalbahn angegriffen. Im Zug saß auch Yau mit seiner Familie aus Hongkong. Er tat alles, um den Angreifer zurückzudrängen und wurde durch Stiche, Schnitte und einen Schlag mit der Axt auf seinen Kopf dabei schwer verletzt.

Den tapferen Einsatz Yaus und anderer Lebensretter möchte Söder nun würdigen: "Es gehört viel Mut dazu, trotz eigener Gefahr in eiskaltes Wasser zu springen, in eine brennende Wohnung zu gehen oder sich einem Messerstecher in den Weg zu stellen."

Ehrung für weitere Lebensretter aus Unterfranken

Neben Shu Ping Yau ehrt Ministerpräsident Markus Söder 42 weitere Lebensretter, darunter auch Menschen aus Unterfranken. Zum Beispiel retteten die Gemündener Jens Breitenbach und Andreas Deivel einen Jugendlichen, der an einem vereisten Bach mit seinem Bein stecken geblieben war. Die Greußenheimer (Lkr. Würzburg) Hermann Dietz, Marco Dietz und Jürgen Rützel löschten ein Feuer in einem Haus und brachten die beiden Bewohner ins Freie.

Tobias Freibott aus Bad Bocklet (Lkr. Bad Kissingen) rettete einen bewusstlosen Mann aus einem brennenden Auto. Rita und Stefan Till aus Sulzbach am Main (Lkr. Miltenberg) zogen den Fahrer eines mit Gasbehältern beladenen Sprinters aus seinem Fahrzeug. Die Kleidung des Mannes hatte Feuer gefangen. Das Ehepaar erstickte die Flamme und brachte das Fahrzeug zum Stehen.

Seit 1952 haben 4.285 Personen die Lebensretter-Medaille erhalten. Neben dieser verleiht der Ministerpräsident auch die Christophorus-Medaille. Diese erhalten Menschen für Rettungstaten, die ohne unmittelbare Lebensgefahr, aber unter besonders schwierigen Umständen für den Retter ausgeführt worden sind.