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Wer zahlt die Rettung von verunglückten Bergsteigern? | BR24

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Bildrechte: pa/dpa/Sven Hoppe

Vergangenes Wochenende rettete die Bergwacht Grainau fünf junge Männer von der Zugspitze. Sie waren bei Gewitter in schwierigem Gelände mit kurzen Hosen und Turnschuhen unterwegs. Wer kommt in solchen Fällen für die Kosten der Rettung auf?

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Wer zahlt die Rettung von verunglückten Bergsteigern?

Vergangenes Wochenende rettete die Bergwacht Grainau fünf junge Männer von der Zugspitze. Sie waren bei Gewitter in schwierigem Gelände mit kurzen Hosen und Turnschuhen unterwegs. Wer kommt in solchen Fällen für die Kosten der Rettung auf?

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Von
  • Sandra Demmelhuber

Egal ob Wanderer aus Leichtsinn oder aus anderen Gründen in Not geraten - bei der Bergrettung spielt das keine Rolle. Die Bergwacht Bayern hat einen ganz klaren Grundsatz: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig anrufen.

Krankenkassen zahlen notwendige Hubschrauber-Einsätze

Auch bei der Frage, wer die Einsatzkosten trägt, wird nicht geschaut, ob sich die Bergsteiger richtig verhalten haben. Es geht dabei nur darum, ob sie verletzt sind oder nicht. Wenn also der Rettungshubschrauber medizinisch notwendig ist, zahlen die Krankenkassen.

Wann Bergwanderer selbst zahlen müssen

Werden Wanderer ohne Verletzungen vom Berg geholt - zum Beispiel, weil sie schlecht ausgerüstet sind oder nicht mehr weiter wissen, dann müssen sie dafür selbst bezahlen; außer sie sind Mitglied beim Alpenverein und haben dadurch eine Versicherung.

Männer verunglücken öfter

Der Deutsche Alpenverein hat in seiner jährlichen Unfallstatistik übrigens eine interessante Beobachtung gemacht: Männer verunglücken doppelt so häufig im Gebirge wie Frauen.

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