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"Rettet das Donaulied" - Gegen-Petition gestartet | BR24

© BR/Katharina Häringer

In der Diskussion um das "Donaulied" wurde neben der Petition nun auch eine Gegen-Petition gestartet.

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"Rettet das Donaulied" - Gegen-Petition gestartet

Die Petition "#Bierzeltsexismus Aktion gegen das Donaulied" zählt mittlerweile 31.000 Unterstützer und hat bereits Nachahmer in Straubing und Regensburg. In Passau formiert sich aber auch Gegenwind unter dem Motto "Rettet das Donaulied".

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Die Donaulied-Debatte kocht weiter. Das Volkslied, das mit den Zeilen "Einst ging ich am Ufer der Donau entlang..." harmlos beginnt, im späteren Verlauf aber eine Vergewaltigung schildert, spaltet die Netzgemeinde. Auf die Passauer Petition gegen das Lied folgt jetzt eine Petition für den Erhalt des umstrittenen Textes.

Nachahmer-Petitionen in Regensburg und Straubing

Von Anfang an bekam die Passauer Studentin Corinna Schütz im Netz viel Applaus, aber auch Gegenwind. Sie hatte Ende Mai die Petition "#Bierzeltsexismus Aktion gegen das Donaulied" gestartet, mit dem Ziel, dass das Donaulied künftig nicht mehr in Passauer Bierzelten und Kneipen gesungen wird. Der Text normalisiere sexuelle Gewaltfantasien gegen Frauen, argumentierte sie. Bisher hat sie mehr als 31.000 Stimmen gesammelt. Ihre Petition sorgte bundesweit für Aufsehen.

In anderen Donau-Städten wie Regensburg und Straubing sind in den vergangenen Tagen Petitionen mit demselben Ziel entstanden: Auch hier soll das Volkslied mit dem sexistischen Text künftig nicht mehr auf dem Gäubodenvolksfest und auf der Regensburger Dult gesungen werden. An den Erfolg der Passauer Petition können die beiden Petitionen aber noch nicht anknüpfen. Die Regensburger Petition haben aktuell 360 Leute, die Straubinger lediglich 20 unterschrieben.

Gegen-Petition hat bisher 1.000 Unterschriften gesammelt

Doch auch die Gegner melden sich zu Wort. Mit der Petition "Rettet das Donaulied" setzen sich jetzt vier Männer für den Erhalt des Lieds ein. Es gehöre zur Bierzelt- und Kneipenstimmung, argumentieren sie. Sie seien sich sicher, dass kein Mensch bei diesem Lied an eine Vergewaltigung gedacht habe und dass dieser Text keinen Einfluss auf Straftaten habe.

In zwei Tagen erreichten die Organisatoren aus den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau etwas mehr als 1.000 Unterschriften.

"Wenn man dieses Lied nicht mehr singen darf, gehen ja 80 Prozent der Volksfestlieder nicht mehr. Wo fangen wir an und hören auf." Fabian Fenzl, Initiator der Gegen-Petition

Fenzl ist einer der vier Initiatoren, spielt selbst in einer Volksfestband und singt das Lied normalerweise rund 80 Mal im Jahr, erzählt er.

Oberbürgermeister Dupper unterstützt Initiative

In Passau hat die Debatte auch das Rathaus erreicht. Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) äußerte sich via Instagram: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bei gutem Willen aller Beteiligter in Zukunft die Passauer Dulten ohne dieses Lied feiern können."

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