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Retter gesucht: Opfer von Flixbus-Unfall sucht Sitznachbarn | BR24

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Als Mitte Mai auf der A9 nahe Leipzig ein Flixbus verunglückte, war auch Alexander Engel unter den Passagieren. Ein Unbekannter half dem Schwerverletzten damals, aus dem Bus zu kommen.

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Retter gesucht: Opfer von Flixbus-Unfall sucht Sitznachbarn

Als Mitte Mai auf der A9 nahe Leipzig ein Flixbus verunglückte, war auch Alexander Engel aus Bayreuth unter den Passagieren. Ein Unbekannter half dem Schwerverletzten damals, aus dem Bus zu kommen. Ihn sucht Engel jetzt, um sich bei ihm zu bedanken.

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Nach dem Unfall am 19. Mai wurde Alexander Engel schnell operiert, jetzt hat der 33-Jährige aus Altenplos (Lkr. Bayreuth) eine Metallplatte mit 17 Schrauben im rechten Oberarm. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut – und das hat er vor allem seinem Sitznachbarn aus Reihe fünf des Doppeldeckers zu verdanken.

"Er ist ein Held für mich"

Denn der Unbekannte hat Engels Gurt gelöst, was der mit seinem gebrochenen Arm selbst nicht mehr schaffte. Deshalb ist Engel jetzt auf der Suche nach dem Mann. "Er ist ein Held für mich und zu einem der wichtigsten Menschen in meinem Leben geworden. Ich will ihm danken", sagt er. Ohne seinen Retter hätte der zweifache Familienvater noch länger in dem Unfallbus verharren müssen – ständig in Angst, dass ein Auto in den Bus rast.

Identifikation vielleicht nicht möglich?

Alexander Engel hat mit den Folgen des Unfalls zu kämpfen. Nicht nur körperlich – er ist traumatisiert. Um seinen Retter zu finden, hat der 33-Jährige bereits in mehreren Facebook-Gruppen Aufrufe gestartet und mit den lokalen Medien gesprochen. Bisher allerdings ohne Erfolg. Aus Datenschutzgründen kann ihm das Busunternehmen den Namen nicht nennen. Auch die Polizei darf bisher keine Angaben mache. Zudem ist fraglich, ob der Mann überhaupt zu identifizieren ist, wenn er keinen fest reservierten Sitzplatz hatte.

Busunglück auf der A9 bei Leipzig

Gesucht wird ein Mann, der im oberen Deck des Busses auf dem Sitzplatz 5A saß. Er war etwa 1,80 Meter groß, mit sportlicher Figur und zwischen 30 und 40 Jahren alt. "Allerdings kann ich mich nicht genau erinnern. Ich weiß nur, er war selbst blutüberströmt. Es ging alles so schnell", erzählt Engel dem Bayerischen Rundfunk.

Der Reisebus war am 19. Mai auf der A9 nahe Leipzig auf seinem Weg von Berlin nach München verunglückt. Eine 63 Jahre alte Frau aus Trento in Italien kam dabei ums Leben. 57 weitere Insassen wurden teilweise schwer verletzt.

© BR

Vor zwei Wochen ist auf der A9 ein Bus verunglückt. Eine Frau kam uns Leben. Viele wurden verletzt. Auch ein Mann aus Oberfranken. Dass ihm nicht mehr passiert ist, hat er seinem Sitznachbarn zu verdanken. Dem will er danken.