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Hausexplosion von Rettenbach: Weiter viele offene Fragen | BR24

© BR/ Beate Bastian

3 Monate nach der Hausexplosion gehen die Ermittlungen weiter

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Hausexplosion von Rettenbach: Weiter viele offene Fragen

Drei Monate nach der gewaltigen Explosion eines Wohnhauses in Rettenbach am Auerberg mit zwei Toten und einer Schwerverletzten sind die Ermittlungen noch immer nicht abgeschlossen. Auch ein aktuelles Gutachten bringt keine neuen Erkenntnisse.

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Untersuchungen der Kripo Kempten und des Landeskriminalamtes lagen bereits kurze Zeit nach der Explosion des Rettenbacher Hauses vor drei Monaten vor: Eine Gasleitung, die zwar auf dem Grundstück verlegt wurde, aber nicht ans Haus angeschlossen war, wurde bei Bauarbeiten beschädigt. Ausgetretenes Flüssiggas führte schließlich zu der gewaltigen Explosion.

Drei Monate später - Suche nach Antworten

Wie lange das Gas austreten konnte, ob jemand davon wusste und wodurch die Leitung beschädigt wurde, das alles ist bis heute ein Rätsel. Bislang stünden nur Mutmaßungen im Raum, so Ferdinand Siebert von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Kempten.

Aufwändige Rekonstruktion

Die Rekonstruktion der Ereignisse sei sehr aufwändig. Jede Menge Zeugen müssten gehört und Bauberichte gelesen werden, so Siebert. Die Aufarbeitung könne seiner Einschätzung nach noch bis Ende September dauern. Über den Gesundheitszustand der 39-jährigen Mutter, die schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht wurde, ist wenig bekannt. Es heißt, sie werde weiterhin medizinisch versorgt. Ihre beiden Söhne, die sich während der Explosion auf einem Spielplatz aufhielten, seien vorübergehend bei Verwandten untergekommen.

Spendenaufruf für die Familie

Über den Allgäuer Hilfsfonds unter Federführung der Ostallgäuer Landrätin Rita Maria Zinnecker wird weiter zu Spenden für die Familie aufgerufen. Auch Nachbarn sollen profitieren, die Schäden an ihrem Eigentum erlitten.

Riesige Explosion am 19. Mai

Die Explosion am Morgen des 19. Mai war katastrophal. Das Wohnhaus sei zusammengefallen wie ein Kartenhaus, berichteten Augenzeugen später. Das Auto aus der Garage flog meterweit durch die Luft und landete auf der Straße. Bis zum Keller ist das dreigeschossige Gebäude zusammengestürzt. Stahl, Holz, Betonteile türmten sich übereinander. Auch Nachbarhäuser wurden schwer beschädigt.

350 Helfer im Einsatz

Sofort wurde nach den Verschütteten gesucht, mit Hunden und Sonden. Am frühen Nachmittag gab es ein erstes Lebenszeichen von der Mutter. Schwer verletzt wurde sie geborgen und in ein Krankenhaus geflogen. Stunden später konnten ihr 42-jähriger Ehemann und die siebenjährige Tochter nur noch tot aus dem Trümmern des Hauses geborgen werden.