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Restaurierung von Neuschwanstein: Sängersaal in neuem Glanz | BR24

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Seit einiger Zeit wird Schloss Neuschwanstein saniert. Einer der Prunkräume, der berühmte Sängersaal, erstrahlt nun wieder in vollem Glanz.

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Restaurierung von Neuschwanstein: Sängersaal in neuem Glanz

Schloss Neuschwanstein wird saniert und restauriert. Einer der Prunkräume, der berühmte Sängersaal, erstrahlt nun wieder im vollen Glanz.

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Noch nie in der Geschichte von Schloss Neuschwanstein hat es derart aufwendige Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten gegeben. Das Dach, ein Teil der Fassade und die Stützmauer wurden bereits erneuert. Jetzt, zum 175. Geburtstag von König Ludwig II., ist auch der Sängersaal fertig. Gearbeitet wurde vor allem nachts, sodass der Saal tagsüber für Besucher zugänglich blieb.

Neuschwansteins Sängersaal nach dem Vorbild der Wartburg

Der Sängersaal zählte zu den wichtigsten Vorhaben beim Bau des Schlosses. Nachempfunden ist er dem Sängersaal der Wartburg in Thüringen, die Ludwig II. 1867 besuchte. 1855 hatte Moritz von Schwind dort das Fresko "Der Sängerkrieg" fertiggestellt, das die Legende eines Minnesängerwettstreits aus dem 13. Jahrhundert aufgreift. Zehn Jahre zuvor war Wagners Oper "Tannhäuser oder der Sängerkrieg auf der Wartburg" uraufgeführt worden.

Millionen-Sanierung soll Erhalt von Neuschwanstein sichern

20 Millionen Euro sind für die Arbeiten am Schloss eingeplant. Über 2.000 Gegenstände und Bauteile werden restauriert. So soll Neuschwanstein dauerhaft erhalten bleiben. Nötig geworden sind die Arbeiten auch wegen des großen Besucherandrangs: 70 Millionen Gäste waren es nach Angaben des bayerischen FInanzministeriums bis Anfang dieses Jahres. Die Touristen tragen Staub und Schmutz in das Schloss. Außerdem bringen sie mit der Atemluft, ihrem Schweiß und mit regennasser Kleidung viel Feuchtigkeit ins Schloss. All das setzt gerade den Wandmalereien zu. Noch gearbeitet wird im Thronsaal. Der soll bis zum Herbst des kommenden Jahres restauriert werden. Insgesamt werden die Arbeiten am Schloss voraussichtlich noch bis zum Jahr 2023 andauern. Führungen finden, soweit es die Corona-Krise zulässt, auch während der Arbeiten statt.

© BR / Rupert Waldmüller

Auch während der Restaurierung wurden Besucher durch den Sängersaal geführt

Ritterburg und Märchenschloss mit modernster Technik

1869 wurde der Grundstein für das Märchenschloss oberhalb des Forggensees gelegt, nachdem König Ludwig II. eine Burgruine nahe der Pöllatschlucht gekauft hatte und abreißen ließ. Neuschwanstein sollte nach dem Vorbild deutscher Ritterburgen entstehen. Dabei wollte der König allerdings nicht auf den seinerzeit möglichen Komfort verzichten. Das Schloss wurde damals mit modernster Technik ausgestattet: etwa mit fließendem Wasser auf allen Stockwerken, Zentralheizung und Telefonanschlüssen.

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