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Akten des Zobel-Archivs

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    Restaurierung des Zobel-Archivs in Leipzig

    Das Zobel-Archiv aus dem Zobelschloss in Darstadt wird in den nächsten Monaten in Leipzig restauriert. Im Sommer 2016 hatte es bei einem Wassereinbruch Schaden genommen. Heute wurden die Akten verladen. Sie waren in einem Kühlhaus zwischengelagert.

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    Begleitet von Jana Moczarski, einer Expertin des Zentrums für Bucherhaltung aus Leipzig, wurden die 86 Kisten mit mehreren hundert Pergament-Urkunden und gebundenen Handschriften in einen Lkw verladen und abtransportiert. "Wir können alles davon retten, würde ich nach dem ersten Augenschein sagen", schätzte die staatliche geprüfte Restauratorin Jana Moczarski die Chancen ein. In Leipzig werden die Dokumente Stück für Stück gefriergetrocknet und anschließend gereinigt. Die Arbeit am Zobel-Archiv wird vermutlich drei bis vier Monate in Anspruch nehmen, so die Expertin.

    Unwetter setzte Adelssitz unter Wasser

    In der Nacht auf den 30. Mai 2016 hatte ein Starkregen das Erdgeschoss des Familienschlosses in Darstadt brusthoch unter Wasser gesetzt. Das Anwesen wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Die Dokumente wurden daraufhin gerettet und in einer Tiefkühllagerhalle eines Lebensmittelgroßhändlers aus dem Landkreis Würzburg bei minus 24 Grad zwischengelagert, um weitere Schäden zu verhindern.

    Akten werden dem Staatsarchiv eingegliedert

    Weil Freiherr Stephan Zobel von Giebelstadt die Kosten für die Restaurierung nicht schultern kann, ist das Staatsarchiv Würzburg eingesprungen, um das Archiv für die Nachwelt zu erhalten. Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten soll das Zobel-Archiv dauerhaft ins Staatsarchiv integriert werden. Das Zobel-Archiv war über Jahrhunderte im Eigentum der Familie Zobel und gilt als eines der wichtigsten Adelsarchive in Unterfranken.