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Mit einer Delegierten beim virtuellen CSU-Parteitag | BR24

© dpa-Bildfunk / Lino Mirgeler

Per Livestream übertragene Rede von CSU-Chef Markus Söder beim virtuellen Parteitag

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    Mit einer Delegierten beim virtuellen CSU-Parteitag

    Am Freitagabend war es soweit: die CSU absolvierte ihren ersten virtuellen Parteitag, eine große Videokonferenz mit Parteichef Söder und als Gast Österreichs Kanzler Kurz. Eine von 250 Delegierten war Ines Dollinger aus dem schwäbischen Gersthofen.

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    Es ist der erste virtuelle Parteitag für die CSU und für die Delegierte Ines Dollinger aus dem schwäbischen Gersthofen. Beim Start läuft die Technik noch nicht optimal.

    Ladeprobleme auf dem Laptop – die erste Abstimmung über die Geschäftsordnung des CSU-Parteitags verpasst Ines Dollinger, immer wieder bricht der Livestream ab. Die 34-jährige Mittelschullehrerin aus Gersthofen bei Augsburg ist seit 2005 in der Partei, war schon auf mehr als 13 Parteitagen, das erste Mal nun virtuell, gewöhnungsbedürftig.

    Das "Feeling" fehle, das bei Parteitagen mit dem Einmarschieren in die Halle aufkomme. "Aber ich bin schon gespannt, und es ist was Neues", sagt sie.

    Paprika und Karotten-Stückchen statt Leberkäse

    Paprika und Karotten-Stückchen statt Leberkäse, Minzwasser statt Weißbier, kleiner Bildschirm statt große Halle: Gefühle ansprechen, sonst eine Stärke der CSU, ist in Zeiten von Corona nicht so einfach möglich. Ines Dollinger findet das Konzept trotzdem gut, wie auch insgesamt die Krisenpolitik ihrer Partei: "Wenn man sich die anderen Bundesländer anschaut und auch die anderen Länder, dann glaube ich, machen wir hier alles richtig."

    Kein Defiliermarsch, kein Gejubel, keine Bierzeltstimmung – die CSU passt sich an, sie muss es. Der Hang zur Inszenierung blitzt trotzdem auf, beim Eröffnungsvideo zu Beginn der Konferenz.

    Star-Trek-Tasse zeige Mensch Markus hinter Staatsmann Söder

    Bei seiner Rede sitzt Ministerpräsident Markus Söder neben einer Bayernfahne, immer wieder nippt er an einer Tasse mit Star Trek Aufschrift. Der lockere Auftritt Söders, bei der Delegierten Dollinger kommt er gut an: "Er wirkt staatsmännisch, trotzdem aber irgendwie Mensch." Die Star-Trek-Tasse mache deutlich Söder ist auch noch der Markus und nicht nur der Ministerpräsident. "Das gefällt mir gut", so Dollinger.

    Delegierte melden sich per Videochat zu Wort

    Nun kommen mehrere CSU-Politiker zu Wort, manche überziehen deutlich. Dann ist Ines Dollinger plötzlich selbst Teil des Parteitags – schaut in die Kamera und erläutert beim Thema "digitale Grundausstattung von Schulen" ihren Vorschlag.

    Als Mittelschullehrerin sei ihr ein großes Anliegen, dass mit den Schulbuchverlagen verhandelt werde, dass es die Schulbücher künftig auch digital gebe und nicht nur in Buchform. Denn noch müssten die Lehrer die Buchseiten mühsam einscannen.

    Bayernweite Vernetzung fehlt

    Am Ende wird noch die Bayernhymne gespielt – kein Mitsingen, sei's drum. Der nächste Parteitag darf für Ines Dollinger dann aber gern wieder in einer echten Halle stattfinden.

    Denn das Netzwerken mit den anderen Delegierten aus ganz Bayern sei wesentlicher Bestandteil der Parteitage. Das finde dieses Mal nach dem virtuellen Parteitag in den sozialen Netzwerken statt.

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