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Reportage: Ein Blick ins Impfzentrum Rosenheim | BR24

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Die Inntalhalle auf der Loretowiese kennen nicht nur die Rosenheimer als Veranstaltungsort für das beliebte Herbstfest. Derzeit wird sie jedoch anderweitig genutzt: als Impfzentrum für Stadt und Landkreis Rosenheim. Ein Besuch vor Ort.

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Reportage: Ein Blick ins Impfzentrum Rosenheim

Die Inntalhalle auf der Loretowiese kennen nicht nur die Rosenheimer als Veranstaltungsort für das beliebte Herbstfest. Derzeit wird sie jedoch anderweitig genutzt: als Impfzentrum für Stadt und Landkreis Rosenheim. Ein Besuch vor Ort.

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Von
  • Stefanie Wagner

Rundgang durch das Impfzentrum Rosenheim. Hier findet sonst das jährliche Herbstfest statt. Jetzt wird zwar geimpft, ein bisserl Bierzelt-Atmosphäre gibt es dennoch.

Dampfige Wärme in der Inntalhalle

Zutritt gibt es nur mit FFP2-Maske, am Eingang steht Desinfektionsmittel bereit. Zusätzlich wird Fieber gemessen. In der Halle: dampfige Wärme. An der Decke hängen Girlanden mit weiß-blauen Schleifen und Lebkuchenherzen.

Doch wo sonst beim Rosenheimer Herbstfest das Bier in Strömen fließt und auf den Tischen getanzt wird, stehen jetzt Absperrgitter, Trennwände, Stühle und Tische für die Anmeldung und natürlich die Impfkabinen. Helfer der Malteser sind vor Ort, betreuen die Neuankömmlinge und leiten sie durch das Labyrinth an Trennwänden.

Alle drei Impfstoffe kommen zum Einsatz

Hans Meyrl ist der städtische Koordinator für das Impfzentrum in Rosenheim. Er sagt: Momentan werden hier bis zu 750 Dosen pro Tag verimpft - es könnten aber deutlich mehr sein. Wenn denn mehr Impfstoff da wäre. Bislang wurden hier insgesamt rund 10.400 Erstimpfungen und etwa 6.000 Zweit-Impfungen durchgeführt.

Bald kommen auch alle drei zugelassenen Impfstoffe zum Einsatz, erklärt die medizinische Leiterin, Birgit Lotter von den Maltesern: "Verimpft wird gerade nur BiontechPfizer und AstraZeneca, weil Moderna heute erst eingetroffen ist." Aussuchen kann man sich den Impfstoff nicht. Der von AstraZeneca wird allerdings nur für Personen im Alter bis 64 Jahre verwendet.

Erklärfilm zum Ablauf der Impfung

Hinter ihr: der Wartebereich für die Anmeldung. Fein säuberlich nummeriert und mit Trennwänden unterteilt. Wer hier bestätigen kann, dass er einen gültigen Termin hat, darf weiter hinter die nächste Trennwand. Dort läuft ein sieben-minütiger Erklärfilm über den Ablauf der Impfung und die Funktionsweise der einzelnen Impfstoffe. Einige Senioren warten hier auf Stühlen mit reichlich Abstand darauf, dass es weitergeht.

Wer den Film gesehen hat, wird abgeholt und in eine Impfkabine gebracht. Ein rotes Licht außen an der Trennwand zeigt an, dass eine Kabine gerade besetzt ist. Drinnen warten ein Arzt und eine Verwaltungskraft, die das Impfprotokoll verfasst. Die Spritzen mit dem Impfstoff werden kurz davor frisch aufgezogen. So wird sichergestellt, dass alle Dosen sofort verimpft werden. Bislang klappe das reibungslos, sagt Birgit Lotter.

Nach dem Piks in den Oberarm gibt’s jeweils ein Pflaster - und eine kurze Ruhepause. Falls akute Nebenwirkungen wie Kreislaufprobleme auftreten, stehen Notfallsanitäter auf Abruf bereit.

Medikamenten-Kühlschränke sind gut bewacht

Ganz am Ende der Halle steht, von Security bewacht und sorgfältig verschlossen, ein silberner Metallcontainer. Darin: die Medikamenten-Kühlschränke mit dem frisch gelieferten Impfstoff. Besonders voll sind die beiden Kühlschränke noch nicht - noch fehlt Impfstoff. Koordinator Meyrl hofft, dass sich das bald ändert. Damit es schneller geht mit den Impfungen und die Inntalhalle bald wieder für ihre eigentliche Bestimmung genutzt werden kann.

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