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Rennen um Seehofer-Nachfolge: Viele Rufe nach Söder | BR24

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Wer wird Seehofers Nachfolger als CSU Chef? Die Namen Söder und Weber werden immer wieder genannt. Laut BR-Reporterin Stephanie Stauss gibt es noch einen möglichen Kandidaten.

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Rennen um Seehofer-Nachfolge: Viele Rufe nach Söder

Einen Monat nach der Landtagswahl in Bayern hat CSU-Chef Seehofer für den 19. Januar seinen Rückzug angekündigt - damit ist das Rennen um die Nachfolge offiziell eröffnet. Es mehren sich Stimmen, die Ministerpräsident Söder zur Kandidatur auffordern.

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Horst Seehofers mit Spannung erwartete Erklärung zu seinem Rückzug von der Parteispitze war gerade einmal eine Viertelstunde jung, da kam schon der erste Ruf nach Söder: "Ich würde mir wünschen, dass Markus Söder nun baldmöglichst seine Kandidatur für den Vorsitz erklärt", verkündete der der Oberpfälzer CSU-Bezirkschef Albert Füracker. Das Amt des Ministerpräsidenten und des CSU-Chefs müssten wieder zusammengeführt werden, so Füracker, der nicht nur Söders Nachfolger an der Spitze des Finanzministeriums ist, sondern auch als dessen Vertrauter gilt.

Eine ganze Reihe ähnlicher Forderungen folgte - Söders Anhänger in der CSU brachten sich schnell in Stellung. So betonte auch Söders Staatskanzleichef Florian Herrmann auf Twitter, Söder sei der richtige Mann dafür, um beide Spitzenfunktionen wieder zusammenzuführen. "Er sollte jetzt auch kandidieren!" Und Michael Frieser, Vorsitzender von Söders CSU-Heimatbezirksverband Nürnberg-Fürth-Schwabach verkündete: "Markus Söder ist der beste Kandidat für das Amt des CSU-Parteivorsitzenden." Dagegen betonte die Bezirksvorsitzende der CSU Oberbayern, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, es gebe "zwei veritable Kandidaten": Söder und Parteivize Manfred Weber.

Friedrich erklärt Söder schon zum künftigen Parteichef

Für den oberfränkische CSU-Bezirksvorsitzenden Hans-Peter Friedrich dagegen scheint die Entscheidung bereits gefallen - er erklärte Söder kurzerhand schon zum künftigen Parteichef: Mit dem EVP-Spitzenkandidaten Weber und "dem künftigen CSU-Parteivorsitzenden" Söder gingen die Christsozialen mit einer "starken Doppelspitze und einer neuen Aufbruchstimmung" in den Europawahlkampf.

Zuvor hatte auch Füracker deutlich gemacht, dass er eine Kandidatur von Weber für den CSU-Vorsitz nicht für notwendig hält: Weber habe die "vollste Unterstützung" der CSU für sein Ziel, EU-Kommissionspräsident zu werden - und werde daher "auch ohne Parteivorsitz die Zukunft der CSU entscheidend mitprägen".

Stoiber: Eine Frage der Autorität

Als Söderianer gilt auch der bayerische JU-Landeschef und neue Bauminister Hans Reichhart. Er betonte, Söder habe in all seinen Ämtern gezeigt, dass er strukturelle und inhaltliche Erneuerungen vorantreiben und neue Aspekte setzen könne.

Bereits zuvor hatte der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber für Söder an der Parteispitze plädiert. "Ich war immer der Meinung, dass der Parteivorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten in eine Hand gehören, wie bei Strauß, Seehofer und mir", sagte der "Rheinischen Post". Das sei auch eine Frage der Autorität bei bundespolitischen oder internationalen Verhandlungen und Gesprächen. "Deshalb wäre es folgerichtig, wenn Markus Söder das Amt anstreben würde."

Aigner: Söder und Weber sollten sich erklären

Der frühere CSU-Vorsitzende Erwin Huber dagegen warnte davor, sich zu schnell auf Söder festzulegen. "Ich bin dafür, dass wir erst einmal nachdenken, Gespräche führen und ein Miteinander suchen. Schnellschüsse sind der schwierigen Situation nicht angemessen."

Aigner rief Söder und Weber auf, sich zu äußern, "ob sie überhaupt das Amt anstreben". Beide bezeichnete sie als "konkrete potenzielle Kandidaten". Zwar wäre laut Aigner eine "denkbare Möglichkeit" auch, dass sich beide zur Wahl stellen. "Aber ich habe das Gefühl, dass in dieser schwierigen Zeit, die wir jetzt über viele Wochen und Monate gehabt haben, auch Frieden für unsere Partei wichtig ist."

Sowohl Söder als auch Weber äußerten sich zunächst nicht dazu, ob sie Interesse am Parteivorsitz haben. Beide würdigten sie zwar auf dem Kurznachrichtendienst Twitter Seehofers Verdienste um die Partei, schwiegen aber zur Nachfolgefrage. Der neue CSU-Chef soll auf einem Sonderparteitag am 19. Januar gewählt werden.

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Weitere Information zur Verweildauer

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Der Weg für einen neuen CSU-Vorsitzenden ist frei. Horst Seehofer gibt den Posten am 19. Januar ab. Zu diesem Zeitpunkt findet ein Sonderparteitag statt, auf dem ein Nachfolger gewählt wird. Das hat Seehofer nun auch schriftlich mitgeteilt.