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Reiter zu fünf Jahre Geflüchtete am Münchner Hauptbahnhof | BR24

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Fünf Jahre nach der Ankunft mehrerer tausend Geflüchteter am Münchner Hauptbahnhof lobt der Oberbürgermeister der Stadt, Dieter Reiter, die Willkommenskultur der Münchner und den ehrenamtlichen Einsatz.

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Reiter zu fünf Jahre Geflüchtete am Münchner Hauptbahnhof

Fünf Jahre nach der Ankunft mehrerer tausend Geflüchteter am Münchner Hauptbahnhof lobt der Oberbürgermeister der Stadt, Dieter Reiter, die Willkommenskultur der Münchner und den ehrenamtlichen Einsatz.

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Münchens Oberbürgermeister, Dieter Reiter, lobt in der Bayern 2-radioWelt die Willkommenskultur der Münchner:

"Ich hatte die Münchner immer so eingeschätzt, dass sie extrem hilfsbereit sind. Wir wussten seit Jahrzehnten, dass wir für eine multi-kulturelle Gesellschaft stehen, für eine weltoffene Millionenstadt. Aber den Beweis haben wir damals tatsächlich sehr schnell erbringen dürfen und müssen." Dieter Reiter, Münchner Oberbürgermeister

Reiter: "Unglaublicher ehrenamtlicher Einsatz"

Vor fünf Jahren waren viele Geflüchtete am Münchner Hauptbahnhof angekommen. In diesem Zusammenhang machte der SPD-Politiker klar: "Die Zehntausenden, die da in wenigen Tagen nach München kamen, mussten untergebracht, verpflegt, betreut werden. Das hätten wir niemals als Stadt selbst mit unseren eigenen Dienstkräften schaffen können. Das ging nur durch einen unglaublichen ehrenamtlichen Einsatz. Wenn man auf etwas stolz sein kann, dann nicht auf meine Leistung, sondern auf die Münchner, die damals herausragend geholfen haben - und die das auch jederzeit wieder tun würden, wenn Not am Mann ist."

Dieter Reiter fügte an:

"Für mich persönlich werde ich diese 14 Tage am Hauptbahnhof mein ganzes Leben bestimmt nicht vergessen. Das ist eine Zeit, die so einmalig bleiben wird in meinem Gedächtnis wie nichts anderes." Dieter Reiter, Münchner Oberbürgermeister

Reiter: Begriff Bahnhofsklatscher "völlig bescheuert"

Zu Kritik an den Willkommensszenen am Hauptbahnhof sagte der OB: "Das Wort 'Bahnhofsklatscher' habe ich immer für völlig bescheuert gehalten, ganz offen gesagt. Denn damals haben sich ganz viele Menschen unglaublich hilfsbereit gezeigt."

Fünf Jahre später räumt Reiter mit Blick auf die Lage der Geflüchteten in München ein: "Das Thema Wohnungen war schon vor 2015 eine große Herausforderung in München und ist natürlich durch weitere Tausende von ankommenden Geflüchteten, die mittlerweile auch einen anerkannten Status haben, also im Grunde auch ein Anrecht auf eine Wohnung hätten, nicht einfacher geworden. [...] Leider haben wir viel zu wenig Wohnungen für viel zu viele Anspruchsteller. Deswegen sind leider sehr viele Geflüchtete nach wie vor, wie wir technisch sagen, 'fehlbelegt', befinden sich also in Unterkünften."

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