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Reisewarnung Vorarlberg: Ausnahme für Kleinwalsertal? | BR24

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Das Kleinwalsertal gehört zu Voralberg, ist aber nur von Deutschland aus zu erreichen.

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    Reisewarnung Vorarlberg: Ausnahme für Kleinwalsertal?

    Allgäuer Politiker setzen sich dafür ein, das Kleinwalsertal von der Reisewarnung des Robert-Koch-Instituts auszunehmen. Diese gilt eigentlich für das ganze österreichische Vorarlberg, das Kleinwalsertal ist aber nur via Deutschland zugänglich.

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    Nach der vom Auswärtigen Amt wegen der hohen Infektionszahlen ausgesprochenen Reisewarnung für Vorarlberg fordern Politiker eine Sonderregelung für das Kleinwalsertal. Die Landrätin im Oberallgäu, Indra Baier-Müller, sagte dem BR, das Tal sei ja nur von Deutschland aus zu erreichen. Außerdem gebe es dort derzeit auch nur einen einzigen Fall einer Corona-Infektion. Die Einhaltung der Quarantänevorschriften bei einer Einreise nach Deutschland sei für die Menschen und Betriebe im Kleinwalsertal eine unnötige Härte.

    Faktische Grenzschließung für das Kleinwalsertal

    Der Kemptener Freie-Wähler-Politiker Alexander Hold sagte, ohne eine direkte gesellschaftliche und wirtschaftliche Anbindung sei das Kleinwalsertal nicht existenzfähig. Aufgrund der Einstufung als Risikogebiet zögen Test- und Quarantänepflichten eine faktische Grenzschließung nach sich, kritisierte Hold in einer Mitteilung. Dies würde aber das komplette soziale und wirtschaftliche Leben im Tal zum Stillstand bringen und auch viele Menschen im südlichen Oberallgäu vor große Schwierigkeiten stellen, so der Vizepräsident des Bayerischen Landtags.

    Politiker fordern von Söder schnelles Handeln

    Ähnlich sieht das auch der FDP-Landtagsabgeordnete Dominik Spitzer. Er kritisierte die pauschale Einbeziehung des Kleinwalsertals in die Reisewarnung. Er fordert von Ministerpräsident Söder ein schnelles Eingreifen, um der besonderen Situation der Enklave gerecht zu werden.

    Schon während des Lockdowns eingeschlossen

    Bereits beim Lockdown im Frühjahr waren die dortigen Bewohner praktisch eingeschlossen gewesen. Nach der Grenzschließung durften sie nur mit einem triftigen Grund nach Deutschland einreisen. Erst Anfang Mai hatten Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und das österreichische Bundesland Vorarlberg eine Sonderlösung für den Grenzübertritt erarbeitet.

    Runder Tisch erst im Oktober

    Damals hatte es auch Bemühungen vonseiten des Kleinwalsertals gegeben, dass im Falle erneuter Corona-Beschränkungen bayerische beziehungsweise deutsche Vorschriften gelten sollten und nicht mehr die Richtlinien für Österreich. Ein runder Tisch dazu soll nach Angaben der Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller am 2. Oktober stattfinden.

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