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Reisebüro-Beschäftigte demonstrieren in Nürnberg | BR24

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Beschäftigte und Inhaber von Reisebüros haben erneut in Nürnberg demonstriert. Sie fordern von der Bundesregierung finanzielle Soforthilfen. Ähnliche Proteste gab es in mehreren deutschen Städten.

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Reisebüro-Beschäftigte demonstrieren in Nürnberg

Beschäftigte und Inhaber von Reisebüros haben erneut in Nürnberg demonstriert. Sie fordern von der Bundesregierung finanzielle Soforthilfen. Ähnliche Proteste gab es in mehreren deutschen Städten.

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Von
  • Tina Wenzel

Mit leeren Koffern und Mundschutz ausgestattet standen 50 Demonstranten mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand vor dem Eingang des Flughafens. Unter dem Motto „Rettet die Reisebüros“ forderten sie von der Bundesregierung finanzielle Soforthilfen über einen Deutschen-Reise-Rettungsfonds.

„Dieser Fonds muss jetzt ganz schnell Wirklichkeit werden.“ Holger Crone, Aktionsbündnis „Rettet die Reisebüros“

Bereits vor zwei Wochen waren die Beschäftigten und Inhaber von Reisebüros auf die Straße gegangen, seitdem habe sich die Lage dramatisch verändert, so Crone.

„Es sind bereits 15 Prozent der mittelständischen selbstständigen Reiseunternehmer insolvent. Wenn innerhalb der nächsten 14 Tage keine Gelder fließen, dann sind weiter 35 Prozent von Insolvenz bedroht.“ Holger Crone, Aktionsbündnis „Rettet die Reisebüros“

100.000 Beschäftigte in Reisebüros

Die Corona-Krise trifft die Reisebranche besonders hart, denn nicht nur neue Einnahmen fallen weg, sondern auch im Voraus gebuchte Reisen müssen storniert werden, sodass auch rückwirkend die Reisebüros ihre Provisionen verlieren. Die Demonstration in Nürnberg ist Teil einer bundesweiten Protestaktion. In mehr als 40 Städten haben die Inhaber und Beschäftigten von Reisebüros auf ihren Existenzkampf aufmerksam gemacht – so auch in Berlin, Hamburg, München und Schweinfurt. In Deutschland sind in den etwa 11.000 Reisebüros rund 100.000 Menschen beschäftigt.