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Erhaltene DDR-Grenzanlagen bei Behrungen | BR24

© Carol Lupu/BR-Mainfranken

Behrungen mit seiner schmucken Kirche und schmucken Fachwerkhäusern lag in der DDR direkt an der innerdeutschen Grenze. Dank der vergangenen Bürgermeister sind die Grenzanlagen noch vollständig: mit Stacheldraht, Gräben, Wachturm und Hundelaufleinen.

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Erhaltene DDR-Grenzanlagen bei Behrungen

Behrungen mit seiner schmucken Kirche und schmucken Fachwerkhäusern lag in der DDR direkt an der innerdeutschen Grenze. Dank der vergangenen Bürgermeister sind die Grenzanlagen noch erhalten: mit Stacheldraht, Gräben, Wachturm und Hundelaufleinen.

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Frank Rühle, ein ehemaliger NVA-Soldat, führt durch die ehemalige Kaserne in Behrungen, die heute ein Seniorenheim ist. Rühle erinnert sich an die Zeit von damals. Bis zu 70 Soldaten waren in der Kaserne untergebracht – immer sechs Mann auf einer Stube. Rühle fährt den ehemaligen Kolonnenweg entlang und trifft sich am alten Grenzturm mit Ralf Schreck, einem ehemaligen Bundeswehrsoldaten. Beide sind froh darüber, dass es nie zu einem Zwischenfall an der Grenze gekommen ist.

Grenzanlagen für die Nachwelt erhalten

Die vergangenen Bürgermeister von Behrungen haben die deutsch-deutsche Grenze mit allem erhalten – mit Warnschild, Grenzpfahl, Stacheldraht, Gräben, Wachturm und Hundelaufleinen. So ist das Deutsch-Deutsche Freilandmuseum Behrungen entstanden. Der ehemalige Bürgermeister Walter Russwurm hat nach der Wende den Grenzzaun im Wald versteckt, mit dem Hintergedanken, ihn der Nachwelt zu bewahren. Auch für den Erhalt des Erdbunkers machte er sich stark. "Da gab es die Auffassung: Wir haben 40 Jahre das angeguckt. Jetzt haben wir die Nase voll. Das muss weg. Das ist alles Unsinn – vorbei!", beschreibt Russwurm die Stimmung im Jahr 1994. Unbeirrt deponierte er die Zeugnisse der innerdeutschen Grenze im Wald. Im Deutsch-Deutschen Freilandmuseum Behrungen kann sich jeder darüber informieren, wie die Situation an der innerdeutschen Grenze während der deutschen Teilung war.