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"Reichsbürger"-Familie verletzt Landshuter Polizisten | BR24

© BR/Kathrin Unverdorben

Eine Landshuterin und ihre beiden 17 und 21 Jahre alten Söhne haben drei Polizisten attackiert, bedroht und verletzt. Wie die Staatsanwaltschaft Landshut mitteilt, sind sie der Reichsbürgerszene zuzuordnen.

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"Reichsbürger"-Familie verletzt Landshuter Polizisten

Eine Landshuterin und ihre beiden 17 und 21 Jahre alten Söhne haben drei Polizisten attackiert, bedroht und verletzt. Wie die Staatsanwaltschaft Landshut mitteilt, sind sie der Reichsbürgerszene zuzuordnen.

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Mutter und Söhne sollten von Polizisten zu einer Gerichtsverhandlung abgeholt werden, bei der sie nicht erschienen waren. Es ging um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in einem älteren Fall. Als die Beamten klingelten, machte niemand auf. Als sie sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung verschafften, wurden sie attackiert und dabei verletzt. Die Staatsanwaltschaft Landshut ordnet die Familie der Reichsbürgerszene zu.

Gewalt und Drohungen wegen 15 Euro

Die 45-jährige Mutter war Anfang dieses Jahres nicht dazu bereit, 15 Euro Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit zu zahlen. Sie griff damals schon - zusammen mit ihren 17 und 21 Jahre alten Söhnen - die Polizisten an, die mit einem Haftbefehl vor ihrer Haustüre standen.

Wegen dieses Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurden Mutter und Söhne diesen Dienstag vor Gericht erwartet. Weil sie nicht kamen, ließ man sie holen. Erneut wurde die Reichsbürger-Familie handgreiflich und ausfällig. Als der 17-Jährige drohte, sich mit einem Messer selbst zu verletzen, musste ein Schlagstock zu Hilfe genommen werden, heißt es. Drei Beamte wurden während dieses Einsatzes verletzt, so die Staatsanwaltschaft.

Weiteres Verfahren steht noch aus

Unter Zwang wurde das Reichsbürger-Trio letztendlich bei Gericht vorgeführt und verurteilt. Die 45-Jährige erhielt eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung, der 21-Jährige muss neun Monate ins Gefängnis, der 17-Jährige bekam ein Jahr und sechs Monate auf Bewährung, da er sich kooperativ gezeigt hatte.

Auf alle Drei wartet ein neues Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, was eventuell priorisiert behandelt wird. Denn seit April dieses Jahres können Fälle, die mit Gewalt gegen Polizisten oder Rettungskräfte zu tun haben, vorgezogen werden, teilt die Staatsanwaltschaft mit.