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Rehau AG: Führungsspitze überraschend ausgewechselt | BR24

© Rehau AG

Dr.Markus Distelhoff ist neuer Vorstand

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    Rehau AG: Führungsspitze überraschend ausgewechselt

    Der fränkische Kunststoff-Hersteller Rehau AG mit Werken in Rehau und Feuchtwangen reagiert auf die Absatz-Schwierigkeiten in der Automobilbranche und baut nun diesen Geschäftsbereich um: Überraschend wurde jetzt die Führungsspitze ausgewechselt.

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    Mit sofortiger Wirkung ist der bisherige Continental-Manager Markus Distelhoff geschäftsführender Vorstand (CEO). Er habe eine langjährige Erfahrung "im Aufbau neuer, innovativer Produkt- und Geschäftsfelder sowie in der Restrukturierung globaler Geschäftsbereiche". Er folgt auf Markus Grundmann – dieser bleibt aber bei der Rehau AG und übernimmt künftig die Bereiche Marketing, Verkauf und Engineering Automotive, teilte die Rehau AG auf BR-Anfrage mit.

    Wichtiges Standbein

    Die Automobil-Branche ist für den Kunststoff-Hersteller aus der oberfränkischen Stadt Rehau (Lkr. Hof) ein wichtiges Standbein. In jedem dritten Auto, das in Europa produziert wird, sind Stoßfänger, Spoiler oder andere Teile des Familienunternehmens verbaut. Erst vor kurzem hat die Rehau AG 150 Millionen Euro in ein neues Autozuliefer-Werk in Ungarn investiert.

    Kurzarbeit seit August

    Gleichzeitig wirken sich die momentanen Schwierigkeiten in der Automobil-Industrie direkt aus: Vor allem auf die Beschäftigten im Werk Feuchtwangen – für über ein Drittel der 1.600 Beschäftigen am mittelfränkischen Standort gilt seit August Kurzarbeit. Dazu kommen 50 weitere Mitarbeiter am Stammsitz in Rehau. Diese Maßnahme soll bis Oktober gelten, so das Unternehmen.

    Steigende Auslastung

    Für das Jahresende werde wieder mit steigender Auslastung gerechnet. Weltweit arbeiten etwa 20.000 Menschen für das oberfränkische Traditionsunternehmen. In Deutschland hat die Rehau AG rund 8.000 Beschäftigte an verschiedenen Standorten.