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Reh im Landkreis Augsburg wohl von Wolf gerissen  | BR24

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Ein Reh ist laut dem Horgauer Gemeindeblatt mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem oder zwei Wölfen gerissen worden

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    Reh im Landkreis Augsburg wohl von Wolf gerissen 

    Es waren "mit hoher Wahrscheinlichkeit" ein oder zwei Wölfe, die ein Reh in der Nähe von Horgau im Landkreis Augsburg gerissen haben. Das schreibt das Gemeindeblatt Horgau. Das Landesamt für Umwelt kann den Fall bisher nicht bestätigen.

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    Von
    • Barbara Leinfelder
    • Roswitha Polaschek

    Heiß diskutiert wird im Internet eine Mitteilung im Horgauer Gemeindeblatt. Dort ist in der Ausgabe vom 3. Februar nachzulesen, dass laut einer Jagdpächterin kürzlich nahe des Ortsteils Auerbach ein gerissenes Reh aufgefunden worden ist. Eine DNA-Untersuchung habe mit "hoher Wahrscheinlichkeit" ergeben, dass das Reh von einem oder zwei Wölfen gerissen worden sei. Allerdings seien die Gen-Spuren durch Umwelteinflüsse beeinträchtigt worden.

    Landesamt kann den Fall nicht bestätigen

    Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) konnte nicht bestätigen, dass bei dem Vorfall ein Wolf beteiligt war, weil vom Amt niemand bei der Begutachtung des gerissenen Rehs dabei war. Im Landkreis Augsburg ist der Behörde kein Wolf bekannt.

    Gemeinde beruhigt, aber mahnt zur Vorsicht

    Wölfe, so heißt es weiter, seien im Normalfall sehr scheu und würden den Menschen nicht nahe kommen. Auch sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass einzelne Tiere weiterziehen würden. Dennoch, so heißt es in dem Info-Blatt der Gemeinde, wolle man über den Vorfall informieren und darum bitten, dass "Hunde oder Kleinkinder nicht außerhalb der Ortschaft unterwegs sein sollten".

    Tierschützer freuen sich - Weidetierhalter nicht

    Im Netz gibt es dazu unterschiedliche Meinungen: Während die einen es begrüßen, dass der Wolf auch im Landkreis Augsburg angekommen sein könnte, sind Weidetierhalter kritisch: "Falls das ein Paar ist, kommen für Weidetierhalter bittere Zeiten. Vom Schaf bis zum Pferd ist da auch mit noch so toller Zäunung nichts mehr sicher", meint etwa eine Userin auf Facebook.

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    • Barbara Leinfelder
    • Roswitha Polaschek
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