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Regiomed-Kliniken: Vertrag mit Chef-Hygieniker aufgelöst | BR24

© picture alliance/Stephanie Pilick

Hygiene-Chef Klaus-Dieter Zastrow und der Klinikverbund Regiomed haben sich getrennt.

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    Regiomed-Kliniken: Vertrag mit Chef-Hygieniker aufgelöst

    Die Regiomed-Kliniken und ihr Chef-Hygieniker gehen getrennte Wege. Medienberichten zufolge hatte der Arzt zuvor dem thüringischen Landkreis Sonneberg Versagen in der Coronakrise vorgeworfen.

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    Die Geschäftsführung der Regiomed-Kliniken und der Chef-Hygieniker Klaus-Dieter Zastrow haben entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden und den Vertrag aufzulösen. Wie der Klinikverbund mitteilt, soll die Entscheidung im Einvernehmen gefallen sein.

    Regiomed: Keine Zweifel an der Kompetenz des Chef-Hygienikers

    In einer Mitteilung ist von "Ereignissen der letzten Wochen" die Rede, die zur gegenseitigen Auflösung des Vertrages geführt haben sollen. Verfehlungen beim Hygienemanagement der Kliniken seien nicht der Grund. Für das Krankenhaus gebe es keinen Anlass, an der fachlichen Kompetenz des Chef-Hygienikers zu zweifeln. Weitere Angaben zu der Personalentscheidung wolle man aus Gründen der Vertraulichkeit nicht machen. Die Aufgaben würden vorübergehend von den hygieneverantwortlichen Ärzten mit Unterstützung externer Experten übernommen, heißt es weiter.

    MDR: Landkreis Sonneberg hat in Coronakrise versagt

    Wie der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet, hatte Zastrow zuvor in einem Zeitungsartikel den Corona-Krisenstab des Landkreises Sonneberg (Thüringen) sowie das Gesundheitsamt heftig kritisiert und ihnen völliges Versagen vorgeworfen, nachdem sich 20 Mitarbeiter im Sonneberger Krankenhaus mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Weil sich die infizierten Mitarbeiter angeblich nicht an Hygieneregeln gehalten hätten, bezeichnete Zastrow sie als"dumm", wofür er sich später entschuldigte.

    Landratsamt droht Zastrow mit Anzeige

    Das Landratsamt Sonneberg hatte nach den Vorwürfen eine Anzeige gegen Zastrow wegen übler Nachrede und Verleumdung angekündigt. In einem MDR-Interview warnte Zastrow außerdem vor Besuchen in Gaststätten und kritisierte den Umgang mit der dortigen Hygiene.

    Regiomed: Sechs Klinik-Standorte bei Coburg und Lichtenfels

    Die Klinikgruppe Regiomed hat in Sonnenberg ihren Sitz. An sechs Standorten in den oberfränkischen Landkreisen Coburg und Lichtenfels betreibt sie sechs Kliniken und Versorgungszentren. Weitere zwölf Standorte gibt es in Thüringen.

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