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Regionalbischöfin und Erzbischof verteidigen Pfarrerin | BR24

© picture-alliance/dpa

Dorothea Greiner und Ludwig Schick

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    Regionalbischöfin und Erzbischof verteidigen Pfarrerin

    Die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner und der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick haben das Recht auf Kirchenasyl verteidigt. Sie stärkten damit der Haßfurter Pfarrerin Doris Otminghaus den Rücken, die vier Afghanen Asyl gewährt hat.

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    Die evangelische Regionalbischöfin bezeichnete das Kirchenasyl als "Teil der christlichen Kultur unseres Landes". Sie verfolge mit Sorge das jüngste verschärfte Vorgehen bayerischer Staatsanwaltschaften in solchen Fällen, sagte Greiner.

    "Als Kirchen respektieren wir die staatliche Ordnung, aber wir bitten zugleich darum, dieses alte Recht in Ehren zu halten." Dorothea Greiner, Regionalbischöfin im Kirchenkreis Bayreuth

    Ein Kirchenasyl werde nach Greiners Worten nur als letzter Notweg gewährt, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft seien, um dem Recht zum Recht zu verhelfen. Nach Ansicht Greiners eigne sich das Kirchenasyl nicht als politisches Protestinstrument. Die evangelische Kirchengemeinde Haßfurt liegt im unterfränkischen Dekanatsbezirk Rügheim, der zum Kirchenkreis Bayreuth gehört.

    Schick: Mit Kirchenasyl Menschen helfen

    Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ist der gleichen Ansicht wie Greiner: Vor allem in Grenzsituationen und in einzelnen schwierigen Fällen sollten die gesetzlichen Möglichkeiten ganz ausgeschöpft werden, um den betroffenen Menschen zu helfen.

    "Dann ist Kirchenasyl möglich, war es immer und soll es auch bleiben." Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg

    Schick erinnerte daran, dass in fast allen Fällen von Kirchenasyl ein Bleiberecht gewährt worden sei.

    Gegen Doris Otminghaus, die evangelische Pfarrerin von Haßfurt, laufen derzeit staatsanwaltliche Ermittlungen, weil sie die Verantwortliche für ein Kirchenasyl ist.