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Regiomed: Verlust in 2018 fällt höher aus als erwartet | BR24

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Der Klinikverbund Regiomed in Oberfranken - Standort Coburg von oben

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    Regiomed: Verlust in 2018 fällt höher aus als erwartet

    Mit 25,1 Millionen Euro fällt der Verlust des finanziell angeschlagenen Klinikverbunds Regiomed für das Jahr 2018 höher aus als gedacht. Trotzdem sieht Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke die geplante Sanierung des Verbunds auf einem guten Weg.

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    Der Verlust des finanziell angeschlagenen Klinikverbunds Regiomed für das Jahr 2018 fällt mit 25,1 Millionen Euro höher aus als zunächst gedacht. Trotzdem sieht Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke die geplante Sanierung des Verbunds auf einem guten Weg.

    2018: Verlust um drei Millionen Euro gestiegen

    Bei einem Pressegespräch sagte Schmidtke, der errechnete Verlust für das vergangene Jahr habe sich um etwa drei Millionen Euro erhöht. Anfang Juli war man von einem Jahresverlust von rund 22 Millionen Euro ausgegangen.

    2019: Wirtschaftlicher freier Fall gestoppt

    Das Minus für das laufende Jahr werde zwischen 13 und 13,5 Millionen Euro liegen. Vor zwei Monaten war man noch von etwa 14,7 Millionen Euro ausgegangen. Die angelaufenen Sanierungsmaßnahmen zeigten also erste Wirkung, so Schmidtke, der seit Anfang Juni im Amt ist. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man festhalten, der freie wirtschaftliche Fall sei gestoppt. Generell sieht er die Sanierung des Klinikverbunds auf einem guten Weg.

    So steht es um die Zukunft

    Aus den beteiligten Kommunen Lichtenfels und Coburg auf bayerischer Seite und aus Sonneberg und Hildburghausen auf thüringischer Seite habe man positive Rückmeldungen bekommen. Die Unterstützung zeige sich auch darin, dass alle Kommunen den Weg für finanzielle Hilfen freigemacht hätten. Außerdem habe Hauptgeschäftsführer Schmidtke festgestellt, dass viel Potenzial und Engagement bei den Angestellten vorhanden sei. Zudem belege ein Gutachten eine positive Zukunftsprognose für die Sanierung.

    Elf Maßnahmen zur erfolgreichen Sanierung

    Aber: Für eine erfolgreiche Sanierung müssten Veränderungen durchgeführt werden. Man habe elf Maßnahmenpakete mit rund 200 Einzelmaßnahmen auf den Weg gebracht. Dieses Gesamtkonzept werde der Fahrplan für die nächsten Jahre sein, so Schmidtke zum BR. Analysen zu Einsparungen laufen, zunächst in patientenfernen Bereichen. Sollten Personalanpassungen notwendig sein, werde man diese durch verschiedene Maßnahmen sozialverträglich gestalten können.

    Verbundgedanke in den Vordergrund

    Außerdem müsse generell der Verbundgedanke, der bei der Gründung ausschlaggebend war, wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden. Regiomed sei nur im Bewusstsein über Synergieeffekte und Gemeinsamkeiten zukunftsfähig. Der Klinikverbund versorgt in Oberfranken und Südthüringen rund 150.000 Patienten stationär und ambulant und beschäftigt an verschiedenen Standorten insgesamt 5.400 Mitarbeiter.