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Große Sorge bereitet an den Standorten des Klinikverbundes Regiomed der hohe Krankenstand des Personals.

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Regiomed-Kliniken: 200 Pfleger und Ärzte krank und erschöpft

In den oberfränkischen Regiomed-Kliniken werden nicht nur weit über hundert Corona-Patienten behandelt. Zunehmend zum Problem wird auch der hohe Krankenstand unter den Pflegekräften der Krankenhäuser. Vor allem das Klinikum Coburg ist betroffen.

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Von
  • Richard Padberg

Die Lage beim oberfränkisch-thüringischen Klinikverbund Regiomed ist angespannt. Laut Regiomed-Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke werden in den Kliniken des Verbunds derzeit insgesamt 138 Patienten wegen Corona-Infektionen auf den Normalstationen behandelt. 16 weitere werden auf Intensivstationen betreut, elf davon müssen beatmet werden.

Auch wenn nur ein Viertel der Intensivbetten derzeit von Covid-Patienten belegt werden, seien an den Standorten Coburg und Lichtenfels damit nahezu alle Plätze auf den Intensivstationen belegt. Nur noch sechs Intensivbetten sind in Coburg und Lichtenfels frei für Menschen, die an einem schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung leiden.

Hoher Krankenstand unter Beschäftigten der Regiomed-Kliniken

Große Sorge bereite auch der hohe Krankenstand des Personals im Verbund. Insgesamt seien 167 Pflegekräfte und 32 Ärzte krank geschrieben. Allein im Coburger Klinikum seien etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenstand, sagte Chefarzt Stefan Piltz. Die Ausfälle seien aber nicht nur auf Corona-Infektionen oder Quarantänefälle zurückzuführen. Die anhaltende hohe Belastung und die Erschöpfung würden sich in den Ausfällen niederschlagen. Demnach komme das Personal an die Belastungsgrenze.

Hoffen auf sinkende Infektionszahlen ab Weihnachten

Auch im Lichtenfelser Klinikum sind etwa 20 Angestellte krank, berichtete Chefarzt Holger Göbel. In der vergangenen Woche habe man die Corona-Station erweitert, da man planbare Eingriffe und Behandlungen verschoben habe. Der Coburger Chefarzt Piltz sagte, er hoffe auf sinkende Infektionszahlen ab Heiligabend oder dem ersten Weihnachtsfeiertag. Dann werde sich zeigen, welche Wirkung der "harte Lockdown" habe.

Weitere Corona-Fälle in Pflegeeinrichtungen

Auch in den Pflegeeinrichtungen des Regiomed-Verbund habe es weitere Corona-Fälle gegeben, berichtete Robert Wieland vom Klinikverbund. 42 Bewohnerinnen und Bewohner und 18 Angestellte seien positiv getestet worden. Die Ausbrüche seien im Wesentlichen in drei Einrichtungen in Hildburghausen, Coburg und Sonneberg zu verzeichnen.

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