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Regio-S-Bahn-Netz Regensburg soll schrittweise ausgebaut werden | BR24

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In den nächsten fünf Jahren soll ein Regio-S-Bahn-Netz im Raum Regensburg entstehen.

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Regio-S-Bahn-Netz Regensburg soll schrittweise ausgebaut werden

Das 2017 initiierte Regio-S-Bahn-Projekt für den Großraum Regensburg nimmt Fahrt auf: Ein Entwicklungsplan der Bayerischen Eisenbahngesellschaft zeigt konkrete Schritte, stellt aber auch Forderungen.

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Von
  • Bastian Kellermeier
  • BR24 Redaktion

Die Planungen für die Regio-S-Bahn im Großraum Regensburg schreiten voran: Ein am Donnerstag (26.11.) veröffentlichtes Gutachten der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) zeigt auf, wie das Großprojekt bis Mitte der 2030er-Jahre realisiert werden soll. Im Ballungsraumverkehr sollen in Zukunft zwei Züge pro Stunde und Richtung auf allen Achsen fahren.

Freistaat sieht Bund in der Pflicht den Ausbau voranzutreiben

Dafür müsse der Bund die Infrastruktur aber deutlich erweitern, heißt es in einer Mitteilung der BEG. Schienen müssten mehrgleisig ausgebaut werden. Gleichzeitig wäre auch die Erweiterung des Regensburger Hauptbahnhofs und der Bau neuer Stationen notwendig. Der Freistaat leiste seinen Beitrag und werde das Verkehrsangebot schon in den nächsten Jahren schrittweise verbessern, so Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer in der Mitteilung.

Gutachten in zwei Phasen aufgeteilt

Das Gutachten unterscheidet zwei Phasen: In der ersten mittelfristigen Phase wird aufgezeigt, wie die bereits bestehende Infrastruktur verbessert werden kann. Die zweite Phase befasst sich mit den geforderten Infrastrukturausbauten des Bundes.

Verkehrsangebote sollen erweitert werden

Die BEG will in der ersten Phase das Verkehrsangebot schrittweise erweitern. So soll ab Dezember 2022 der halbstündige Rhythmus im Berufsverkehr ausgeweitet werden.

Ab Dezember 2023 sollen durchgehende Expresszüge auf der Strecke München - Regensburg – Schwandorf im Stundenrhythmus die überregionale Anbindung verbessern. Die Expresszüge sollen abwechselnd über Weiden nach Hof und über Furth im Wald nach Prag weiterfahren. Ebenfalls ab Ende 2023 plant die BEG, das Angebot von Regensburg nach Amberg und weiter Richtung Nürnberg zu einem durchgängigen Stundentakt auszubauen.

Ab Dezember 2024 soll der Regionalexpress Nürnberg – Neumarkt – Regensburg stündlich fahren und alle zwei Stunden umsteigefrei über Straubing bis Plattling verlängert werden. Ebenfalls ab Ende 2024 ist eine stündliche Direktverbindung von Regensburg über Ingolstadt Hauptbahnhof hinaus nach Gaimersheim vorgesehen. Auch für die Regionalbahnen entlang der Naabtalachse und im Raum Cham soll es ab Dezember 2025 Neuerungen geben.

Neue Haltestellen in Regensburg und Neumarkt

Neben den Fahrplanverbesserungen sollen drei neue Stationen entstehen. "Wir gehen gegenüber dem Bund in Vorleistung und übernehmen die Planungskosten der neuen Haltepunkte Regensburg-Wutzlhofen, Regenstauf-Diesenbach und Ponholz", so Schreyer. Zudem seien Haltepunkte an der Walhallastraße, an der Klenzebrücke und in Neumarkt Süd geplant.

Laut BEG sollen die Ergebnisse des Gutachtens von Bund, Freistaat, DB Netz, DB Station&Service und von den betroffenen Kommunen schrittweise bis Mitte der 2030er-Jahre realisiert werden.

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