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Regierung von Unterfranken: Zahl der Tierversuche ist rückläufig | BR24

© pa-dpa

Weiße Maus auf Laborhandschuh

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    Regierung von Unterfranken: Zahl der Tierversuche ist rückläufig

    Die Zahl der genehmigten Tierversuche in Bayern ist 2018 gesunken. Diese Information kommt von der Regierung von Unterfranken, eine von zwei Genehmigungsbehörden in Bayern. Einen allgemeinen Trend sehen Behörden und Tierschützer darin aber nicht.

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    Laut vorläufigen Angaben der Regierungen von Oberbayern und Unterfranken gab es im vergangenen Jahr landesweit 260 genehmigte Anträge auf Tierversuche. 2017 waren es insgesamt 393. Eine genaue Auswertung aller Genehmigungen werde erst Mitte des Jahres vorliegen, so der Pressesprecher der Regierung in Unterfranken, Johannes Hardenacke.

    170.000 Mäuse aus Versuchstiere in Bayern

    Die Regierung von Unterfranken ist die Genehmigungsbehörde für die drei fränkischen Regierungsbezirke und für die Oberpfalz. In ihrem Zuständigkeitsbereich wurden im vergangenen Jahr 166 Anträge von Forschungseinrichtungen für Versuche mit insgesamt knapp 222.000 Tieren genehmigt. Im Jahr 2017 waren es noch rund 10.000 Tiere mehr. Der größte Anteil der Versuchstiere waren im letzten Jahr Mäuse mit 170.000 Tieren, gefolgt von 44.000 Fischen und 6.000 Ratten.

    Tierversuchskommission entscheidet über Anträge

    Die mit Abstand meisten Tierversuche werden in Einrichtungen der Universitäten durchgeführt. Die Forschungsreihen laufen teilweise über mehrere Jahre. Bevor die Regierung von Unterfranken einen Tierversuch genehmigt, erfolge eine fachliche Prüfung durch Tierärzte der Behörde, so Johannes Hardenacke. Abschließend entscheide eine Kommission, ob der Antrag befürwortet wird. Genehmigt würden Tierversuche nur dann, wenn den Forschern "keine anderen Verfahren zur Verfügung stehen", so der Sprecher der Regierung von Unterfranken.

    Tierschutzgegner: Alternativen werden zu wenig gefördert

    Tierschutzgegner kritisieren, dass alternative Forschungsmethoden finanziell zu wenig gefördert würden. Für Corina Gericke vom Verein "Ärzte gegen Tierversuche" sind außerdem die gesetzlichen Bestimmungen zu lasch. Sie kritisiert, dass den zuständigen Regierungen bei dem derzeit geltenden Gesetz kaum Spielraum zugestanden werde, Anträge zu genehmigen oder abzulehnen.