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Regierung von Niederbayern warnt vor Eichenprozessionsspinner | BR24

© Landratsamt Deggendorf

Eichenprozessionsspinner-Raupen, die sich noch nicht in Nester zurückgezogen haben

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    Regierung von Niederbayern warnt vor Eichenprozessionsspinner

    Niederbayern bekommt es wieder mit den giftigen Eichenprozessionsspinnern zu tun. Zum Beispiel musste in Metten (Lkr. Deggendorf) bereits eine Eiche mitten am Marktplatz von den Schädlingen befreit werden. Sie können allergische Reaktionen auslösen.

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    Die Regierung von Niederbayern warnt im Hinblick auf die sommerliche Witterung, vor dem Befall von Eichenprozessionsspinnern im Bezirk. Die letzten Jahre immer wieder betroffen war der Markt Metten im Kreis Deggendorf.

    Naturdenkmal von Eichenprozessionsspinnern befallen

    Wie ein Sprecher von Metten dem BR berichtet, bekämpfe die Marktgemeinde seit Jahren das giftige Insekt. Kommende Woche wird eine befallene Eiche, die kurz vor der Autobahnbrücke Metten steht und ein Naturdenkmal ist, von den Schädlingen befreit. Metten setzt dabei auf die Absaugung der Tiere. Diese kann bis zu 4.000 Euro kosten, so der Sprecher. Sie sei aber gerade an dieser Eiche nötig, da bald die Bauarbeiten an der A3 beginnen und die Äste der befallenen Eiche weit in die Böschung hineinragen und Arbeiter gefährden könnten.

    Schädling fühlt sich im Warmen wohl

    Bereits vor knapp drei Wochen wurde eine Eiche am Marktplatz von Metten abgesaugt. Auch sie war vom Eichenprozessionsspinner befallen und habe vorbeigehende Bürgerinnen und Bürger gefährdet. Am Friedhof stehen laut Marktgemeinde-Sprecher 25 Eichen, die regelmäßig untersucht werden. Sie sind noch frei von Befall.

    Seit 20 Jahren, schätzt der Sprecher, gibt es den Schädling in der Region und aufgrund des Klimawandels kann er sich halten. Zudem sei das Problem, dass private Besitzer von Eichen oft nichts gegen die Tiere tun, sodass sie wohl nie ganz ausgerottet werden können.

    © Landratsamt Deggendorf

    Raupennester, so wie sich der derzeitige Entwicklungszustand an den Bäumen zeigt

    Raupen fressen junge Eichenblätter

    Der Eichenprozessionsspinner lebt ausschließlich an Eichen. Die Weibchen legen im Herbst ihre Eier an dünne, sonnige Äste der Krone. Die Raupen schlüpfen noch im selben Jahr, überwintern am Ast und beginnen Mitte April mit dem Blatttrieb, die jungen Blätter der Bäume zu fressen. Um zu den besten Fressplätzen zu gelangen, wandern die Raupen nachts gruppenweise in Prozessionen den Stamm auf und ab. Dieses Verhalten gab der Insektenart ihren Namen.

    Eichenprozessionsspinner lösen auch Fieber und Atemnot aus

    Auf dem Hinterteil der Eichenspinnerraupe befinden sich die Härchen, die ein Nesselgift enthalten. Dieses kann allergische Reaktionen wie Ausschlag, Juckreiz und Atemnot hervorrufen. Außerdem können Menschen, die in Berührung mit dem Tier kommen, Darmbeschwerden, Schwindel, Schüttelfrost und Fieber bekommen. Bis zu zwei Wochen können die Symptome dauern. Die Regierung von Niederbayern empfiehlt bei Kontakt einen sofortigen Kleidungswechsel, Haut, Haare und Augen mit viel Wasser zu spülen und bei Beschwerden zum Arzt zu gehen.

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