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Regierung genehmigt Änderungen für Bau des Frankenschnellwegs | BR24

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Frankenschnellweg

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    Regierung genehmigt Änderungen für Bau des Frankenschnellwegs

    Überraschung für Nürnberg: Die Regierung von Mittelfranken hat die Planänderungen für den umstrittenen kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs genehmigt. Dabei ging es unter anderem um eine Tieferlegung sowie die Umweltverträglichkeit.

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    Von
    • Michael Reiner

    Die Planänderungen betreffen unter anderem die Tieferlegung des Tunnels sowie die Umweltverträglichkeitsprüfung. Daneben wurden das Verkehrsgutachten, das Schallgutachten und das Luftschadstoffgutachten sowie wasserwirtschaftliche und umweltfachliche Untersuchungen aktualisiert.

    Zeitnaher Baubeginn soll forciert werden

    Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) begrüßt den Beschluss. Jetzt gelte es, zeitnah auf den Beginn der Bauarbeiten hinzuwirken. Er appellierte auch an die Ausbaugegner, sich ihrer Gesamtverantwortung für die Stadt bewusst zu sein. Denn auch ohne einen Umbau des Frankenschnellwegs kämen auf die Stadt in den nächsten Jahren Sanierungskosten in dreistelliger Millionenhöhe zu. Dafür gäbe es dann jedoch keine Zuschüsse.

    Bund Naturschutz will Mitglieder abstimmen lassen

    Bürgermeister Christian Vogel (SPD), in dessen Zuständigkeit der Ausbau fällt, sagte, dass nun der Bund Naturschutz und der verbliebene Einzelkläger am Zug seien, um den Weg freizumachen für den Ausbau. Der Landesvorstand des Bund Naturschutz hatte bereits einem Kompromiss zugestimmt. Der Nürnberger Bund Naturschutz hat angekündigt, seine Mitglieder über die Ausbaupläne abstimmen zu lassen. Bürgermeister Vogel sagte, dass er nun hoffe, dass der BN die Mitgliederbefragung nicht mehr auf die lange Bank schiebe.

    660 Millionen Euro

    Der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs ist mit aktuell rund 660 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt Nürnberg geht aufgrund der bisherigen Gespräche mit dem Land Bayern davon aus, dass der städtische Anteil an den Kosten bei rund 135 Millionen Euro liegen wird. Den Großteil der Kosten würde nach Informationen der Stadt Nürnberg das Land Bayern tragen. Bayerns Bauministern Kerstin Schreyer (CSU) teilte mit, dass der Freistaat die Stadt Nürnberg bestmöglich unterstützen werde. "Der Ausbau des Frankenschnellwegs ist dringend nötig. Ich hoffe sehr, dass die noch offenen Klageverfahren nun so schnell wie möglich beendet werden können", so Schreyer.

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