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Regierung der Oberpfalz erlaubt Tötung einzelner Fischotter | BR24

© pa/dpa/blickwinkel

Fischotter (Symbolbild)

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    Regierung der Oberpfalz erlaubt Tötung einzelner Fischotter

    Weil es immer mehr Fischotter gibt, die in der Oberpfalz Teiche leer fressen, dürfen nun einzelne Tiere getötet werden - trotz Artenschutz. Kritik kommt von Tierschützern.

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    Die Regierung der Oberpfalz hat erlaubt, dass einzelne Fischotter gefangen und getötet werden dürfen. In den Landkreisen Cham, Schwandorf und Tirschenreuth sollen dieses Jahr sechs Fischotter erschossen werden, obwohl die Raubtiere eigentlich unter Artenschutz stehen. Das Pilotprojekt diene als "ultima ratio zum Schutz der Oberpfälzer Teichwirtschaft", teilte die Regierung mit.

    Fischotter breitet sich immer mehr aus

    Die Fischotter breiten sich in den letzten Jahren vor allem im Osten Bayerns wieder mehr aus - zum Leidwesen der dortigen Teichbesitzer, deren Fische gefressen werden. "Immer mehr Teichwirte geben deshalb auf", sagt Alexander Flierl, CSU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Teichgenossenschaft Oberpfalz. Die Tötung der Fischotter sei nur erlaubt, weil bisherige Schutzmaßnahmen wie Zäune oder Fördergelder nicht ausreichen würden.

    Tierschützer: sinnloser Versuch

    Naturschützer kritisieren die Entscheidung der Regierung. "Das ist ein völlig sinnloser Versuch auf Kosten des Fischotters", meint Christine Margraf vom Bund Naturschutz. Die Jagd auf Fischotter ist ihres Wissens nach seit 1968 bundesweit verboten.