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Regensburger unter den Opfern der Schüsse in Hanau | BR24

© BR/Michael Buchner

Bei Angriffen auf zwei Shisha-Bars in Hanau wurden am Mittwochabend neun Menschen erschossen - ein Opfer stammt aus Regensburg. Der 34-Jährige wollte sich selbstständig machen und zog erst vor wenigen Jahren nach Hessen.

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Regensburger unter den Opfern der Schüsse in Hanau

Bei Angriffen auf zwei Shisha-Bars in Hanau wurden am Mittwochabend neun Menschen erschossen - ein Opfer stammt aus Regensburg. Der 34-Jährige wollte sich selbstständig machen und zog erst vor wenigen Jahren nach Hessen.

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Unter den Opfern der Schüsse von Hanau, bei denen insgesamt zehn Menschen ums Leben kamen, ist auch ein Regensburger. Die türkische Gemeinde in Regensburg sei geschockt, sagte Salih Altuner, Herausgeber der deutsch-türkischen Nachrichtenzeitschrift "Regensburg Haber" und Integrationsbeirat der Stadt Regensburg dem Bayerischen Rundfunk.

Opfer wollte sich selbstständig machen

Das 34-jährige Opfer sei in Regensburg aufgewachsen und erst vor ein paar Jahren nach Hanau gezogen. Hier wollte er sich mit einem eigenen Laden selbstständig machen, sagen Freunde des Opfers. Die Familie wohne nach wie vor in Regensburg. Sie will, dass der 34-Jährige in der Türkei beerdigt wird. Eine Zeremonie soll aber in Regensburg stattfinden.

Mahnwache gegen Rassismus

Die Jusos Regensburg haben nach der Gewalttat zu einer Mahnwache vor dem Alten Rathaus in Regensburg aufgerufen. Laut Polizei haben sich daran rund 200 Personen beteiligt, darunter auch viele Freunde und Bekannte des 34-Jährigen und der Familie - sie alle sind fassungslos. Unter den Teilnehmern waren auch die Regensburger Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und der derzeit suspendierte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Die Teilnehmer wollten ein Zeichen gegen "Rassismus und Rechtsterrorismus" setzen.

Zutiefst rassistische Gesinnung

Ein 43-jähriger Deutscher soll am Mittwochabend bei zwei Angriffen auf Shisha-Bars in Hanau insgesamt neun Menschen und später auch seine Mutter und sich selbst erschossen haben. Der Generalbundesanwalt übernahm die Ermittlungen und sprach von einer zutiefst rassistischen Gesinnung des Mannes. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ordnete Trauerbeflaggung an.

© BR/

Die Regensburger Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer fordert Solidarität mit zugezogenen Mitbürgern.

© BR/Buchner

Der derzeit suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs fordert klare Kante gegenüber allen rechtsradikalen und rassistischen Tendenzen.

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