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Regensburger Tafel darf vorerst in ihren Räumen bleiben | BR24

© picture alliance / Andreas Arnold/dpa

Mitarbeiter einer Tafel packt Lebensmittel in eine Plastiktüte (Symbolfoto).

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    Regensburger Tafel darf vorerst in ihren Räumen bleiben

    Die Regensburger Tafel darf ein Jahr länger in den Räumlichkeiten in der Liebigstraße bleiben. Der Erbpachtvertrag wäre Ende August 2020 ausgelaufen - ein neuer Standort konnte aber noch nicht gefunden werden.

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    Die Regensburger Tafel ist gerettet - zumindest für ein weiteres Jahr. Die Sozialeinrichtung darf ein Jahr länger in ihren bisherigen Räumen in der Liebigstraße bleiben. Ein Auszug ist damit erst einmal von Tisch.

    Neuer Vertrag für die Tafel

    Die Tafel erhält von der Grundstücksbesitzerin einen neuen Vertrag bis Ende 2021, wie die erste Vorsitzende Christine Gansbühler dem Bayerischen Rundfunk bestätigte. Die Bundestagsabgeordnete Astrid Freudenstein (CSU) hätte Gansbühler die "frohe Botschaft" am Dienstag per Telefon mitgeteilt. Damit habe die Einrichtung wieder "Zeit zum Verschnaufen, um eine neue und dauerhafte Unterkunft zu finden", sagte Gansbühler. Der Erbpachtvertrag wäre zum 31. August 2020 ausgelaufen, ein neuer Standort für die Tafel konnte bis jetzt aber nicht gefunden werden.

    "Ich habe großen Respekt vor diesem verantwortungsvollen Schritt des Erbpachtgebers - da zeigt sich Herz und Verstand." Bundestagsabgeordnete Astrid Freudenstein

    Der Erbpachtgeber habe alle rechtlichen Möglichkeiten ausgelotet, um zu verhindern, dass die Tafel als wichtige soziale Einrichtung selbst obdachlos wird, so Freudenstein.

    Runder Tisch soll langfristige Lösung liefern

    Die Regensburger Tafel weist jedoch in einer Mitteilung darauf hin, dass der Verein weiterhin auf eine langfristige Lösung angewiesen sei. Der hierzu vom Bundestagsabgeordneten Peter Aumer (CSU) initiierte Runde Tisch mit Vertretern der Stadt, des Landkreises und der Kirchen habe bereits zwei Angebote für eine Laufzeit von mindestens 25 Jahren ergeben. In der Mitteilung heißt es weiter, es sei wichtig, dass der Runde Tisch "mit Nachdruck eine langfristige Lösung erarbeitet" und die Tafel auch nach der Kommunalwahl tatkräftige Unterstützung bekomme.

    2.500 Menschen profitieren von Sozialeinrichtung

    Die Tafel ist eine gemeinnützige Einrichtung, die überschüssige Lebensmittel aus dem Handel sammelt und an bedürftige Menschen abgibt. Derzeit profitieren nach Angaben des Vereins rund 2.500 Menschen aus Regensburg und Umgebung von der Sozialeinrichtung. In Regensburg gibt es die Tafel seit 22 Jahren, 130 Ehrenamtliche engagieren sich. Der Verein finanziert sich allein aus Spenden.