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Die Diebe haben die Glaskapsel mit den Reliquien aus einem steinernen Hochgrab herausgebrochen.

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    Regensburger Reliquien-Diebe sind gezielt vorgegangen

    Die Diebe, die am Montag in Regensburg die Reliquien des Heilligen Wolfgang gestohlen haben, wussten offenbar genau, was sie taten. Möglicherweise haben sie im Auftrag gehandelt. Jetzt ermittelt das LKA in dem Fall.

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    Von
    • Uli Scherr

    Im Fall der gestohlenen Reliquien aus der Regensburger Wolfgangskirche haben sich jetzt Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes in die Ermittlungen eingeschaltet. Die Kapsel mit den über tausend Jahre alten sterblichen Überesten des Regensburger Diözesanpatrons Wolfgang war am Montag von unbekannten Tätern gestohlen worden. Die speziell geschulten Kunstfahnder des LKA seien derzeit noch mit der Spurensicherung befasst, sagte ein Sprecher auf BR-Anfrage.

    Hatten die Diebe einen Auftrag?

    Die Umstände des Diebstahls weisen den Experten zufolge darauf hin, dass die Diebe sehr gezielt vorgegangen sind. Möglicherweise haben sie die Reliquien im Auftrag gestohlen. Denkbar ist aber auch, dass sie sich erst nach dem Diebstahl auf die Suche nach einem Käufer machten, sagte der LKA-Sprecher. Es gebe definitiv einen Markt für solche geraubten sakralen Gegenstände.

    Schon der zweite Diebstahl

    Die Reliquien waren in ein Glasgehäuse eingefasst und in einem steinernen Hochgrab verbaut. Die Konstruktion galt als einbruchssicher. Vor 16 Jahren waren aus der gleichen Kirche nämlich schon einmal die Reliquien des Heiligen Wolfgang gestohlen worden. Sie sind bis heute nicht mehr aufgetaucht.

    Die Pfarrgemeinde bekam damals einen Ersatz aus dem Bestand des Bistums Regensburg. Nun sind auch diese Wolfgangsreliquien verschwunden.

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    Alois Möstl, Pfarrer von Sankt Wolfgang, vor dem ausgeplünderten Hochgrab.

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