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"Regensburger Rede wird von Jahr zu Jahr aktueller" | BR24

© pa/dpa

Papst Benedikt XVI. im Audimax der Uni Regensburg

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    "Regensburger Rede wird von Jahr zu Jahr aktueller"

    Die Regensburger Rede von Papst Benedikt, die vor zehn Jahren für Aufruhr in der islamischen Welt gesorgt hatte, ist nach Überzeugung des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer aktueller denn je.

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    Die Rede sei bis heute eine Aufforderung, den Dialog mit den Vertretern des Islam zu suchen, sagte Voderholzer in einem BR-Gespräch.

    Im Audimax der Uni Regensburg hatte Papst Benedikt heute vor zehn Jahren über Glauben und Vernunft gesprochen. Dabei zitierte er einen römischen Kaiser, der dem Islam vorgeworfen hatte, den Glauben mit Gewalt verbreiten zu wollen. In der islamischen Welt kam es in den Tagen darauf zu wütenden Protesten. In Somalia wurde eine Ordensfrau erschossen - möglicherweise ein Racheakt.

    "Prophetische Worte" von Benedikt XVI.

    Angesichts der aktuellen islamistischen Gewalt, die viele Teile der Welt erfasst hat, nennt Voderholzer die Papstrede aus heutiger Sicht prophetisch.

    "Ich habe den Eindruck, dass sie von Jahr zu Jahr aktueller wird. Wir können es uns nicht leisten, dass die Wirklichkeit Gottes von fanatisierten Menschen wie den sich auf den Willen Allahs berufenden Islamisten dermaßen in Verruf gebracht wird, in den Dreck gezogen wird, wie das gegenwärtig geschieht." Rudolf Voderholzer, Bischof in Regensburg

    Das zehnjährige Jubiläum der Regensburger Rede sei ein guter Anlass, sich weiter in aller Ernsthaftigkeit mit den von Benedikt aufgeworfenen Fragen zu beschäftigen, sagt Voderholzer.

    Der Experte für Joseph Ratzinger

    Der Regensburger Bischof ist auch Direktor des hier angesiedelten Instituts Papst Benedikt. Das Institut betreut die Gesamtausgabe der wissenschaftlichen Werke von Josef Ratzinger/Papst Benedikt.