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Regensburger Infektiologe: Warn-App ist "clevere Angelegenheit" | BR24

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Für einen Erfolg der neuen Corona-Warn-App müssten viele Menschen das Instrument nutzen, so der Infektiologe Bernd Salzberger vom Uni-Klinikum Regensburg

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Regensburger Infektiologe: Warn-App ist "clevere Angelegenheit"

Für einen Erfolg der neuen Corona-Warn-App müssten viele Menschen das Instrument nutzen. Das sagte der Infektiologe Bernd Salzberger vom Uni-Klinikum Regensburg im Bayern1-Interview. Eine Einschätzung des Experten.

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Der Regensburger Infektiolge Bernd Salzberger, Professor am Universitätsklinikum Regensburg, hält die neue Corona-Warn-App für eine "clevere Angelegenheit". Wie Salzberger im Bayern1-Interview sagte, hängen Erfolg und Nutzen aber davon ab, dass möglichst viele Menschen die App nutzen.

App sinnvoll in Corona-Hotspots

Gerade in stark betroffenen Gebieten, wie dem Landkreis Tirschenreuth, sei es sinnvoll, die App zu benutzen, um Infektionsketten nachzuvollziehen. Denn vor allem dort komme es zu Kontakten mit Personen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben könnten. Die App ermögliche es dann, einen längeren Kontakt mit einer positiv getesteten Person zurückzuverfolgen. Die App mache außerdem eine Aussage darüber, wie hoch das Risiko ist, dass man sich überhaupt infiziert hat.

"Infektionszahlen halten sich noch lange auf niedrigem Niveau"

Die Corona-Warn-App könne gerade in der aktuellen Situation hilfreich sein: Zwar würden aktuell die Infektionszahlen insgesamt zurückgehen. Andererseits würden sich die Zahlen voraussichtlich noch lange auf dem jetzigen Niveau halten, so Salzberger weiter. Eine Schwäche der Corona-Warn-App sieht der Infektiologe in einer möglicherweise fehlenden Akzeptanz. Denn damit sie tatsächlich ihren Zweck erfüllen kann, müssten sie möglichst viele Menschen nutzen.

Infektiologe konnte App nicht laden

Für sein eigenes Patientenumfeld geht Salzberger davon aus, dass sich viele die App herunterladen werden, um zu sehen, wie das System funktioniert. Es bleibe aber abzuwarten, wie viele dann tatsächlich ihre Gesundheitsinformationen eingeben werden. Der Versuch, sich die Corona-Warn-App am Morgen (16.06.) selbst herunterzuladen, habe bei ihm nicht funktioniert, die App sei noch nicht zu finden gewesen.