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Regensburger Bahnhofsschläger muss drei Jahre in Jugendhaft | BR24

© BR/Anne-Lena Schug

Der Angeklagte (mitte) im Gerichtssaal: der junge Mann legte ein Geständnis ab und entschuldigte sich bei den Geschädigten.

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Regensburger Bahnhofsschläger muss drei Jahre in Jugendhaft

Ein junger Mann aus Afghanistan muss drei Jahre ins Gefängnis, weil er am Regensburger Hauptbahnhof angetrunken auf Passanten losgegangen ist. Das Urteil fiel auch deshalb so streng aus, weil er zwischenzeitlich aus der U-Haft geflohen war.

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Ein junger Mann aus Afghanistan muss drei Jahre in Jugendhaft, weil er am Regensburger Hauptbahnhof angetrunken auf Passanten losgegangen ist. Das Urteil fiel auch deshalb so streng aus, weil er zwischenzeitlich aus der U-Haft geflohen war.

Weil er am Regensburger Hauptbahnhof wahllos und grundlos mehrere Passanten geschlagen und getreten hat, ist ein junger Mann aus Afghanistan am Amtsgericht Regensburg zu einer Jugendstrafe von drei Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Zuvor hatte der Angeklagte ein Geständnis abgelegt und sich bei den Geschädigten entschuldigt.

Angeklagter macht Suchttherapie

Erschwerend kam laut dem Richter hinzu, dass er aus der Untersuchungshaft geflohen ist. "Sie haben durch die Flucht gezeigt, dass Sie sich dem Ganzen nicht stellen wollen", sagte der Richter bei der Urteilsverkündung. Damit meinte er nicht nur das Gerichtsverfahren, sondern auch die Suchttherapie, die der junge Mann macht.

Wie der Angeklagte während des Prozesses sagte, trank er seit seinem 15. Lebensjahr täglich Alkohol. Zuletzt ungefähr eine Flasche Wodka pro Tag. Auch bei der Tat in Regensburg war er stark alkoholisiert. Der damals 19-Jährige war unmittelbar nach der Prügelattacke im Februar dieses Jahres verhaftet worden.

Flucht aus dem Toilettenfenster

Fünf Monate später nutzte der Häftling einen Besuch im Afghanischen Generalkonsulat in Grünwald bei München zur Flucht durch ein Toilettenfenster. Wie der Angeklagte heute mitteilte, wollte er Fliehen um Kontakt zu seiner Familie aufzunehmen. Im September wurde der Mann in Slowenien aufgegriffen und festgenommen.