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Regensburg: Junge Männer attackieren wahllos Passanten | BR24

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Zwei Asylbewerber aus Afghanistan sollen in Regensburg wahllos Passanten angegriffen haben. Darunter auch einen 75 Jahre alten Rentner. Die Polizei nahm die Schläger fest. Der Vorfall erinnert an eine ähnliche Tat in Amberg.

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Regensburg: Junge Männer attackieren wahllos Passanten

Die zwei Afghanen, die in Regensburg wahllos Passanten angegriffen haben sollen, sitzen in Untersuchungshaft. Vier Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Im Brennpunktviertel um den Hauptbahnhof will die Polizei mehr Präsenz zeigen.

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Zwei afghanische Asylbewerber im Alter von 18 und 19 Jahren sollen am Montagabend im Umfeld des Regensburger Hauptbahnhofs vier Passanten wahllos angegriffen und verletzt haben. Der Ermittlungsrichter am Regensburger Amtsgericht hat die beiden Männer in Untersuchungshaft geschickt. Das teilte die Polizei dem BR mit. Die beiden Männer sitzen in verschiedenen bayerischen Gefängnissen. Die Ermittler werfen ihnen gefährliche Körperverletzung in vier Fällen vor.

Senior kommt mit Knochenbruch ins Krankenhaus

Erstes Opfer der mutmaßlichen Schläger war ein 53-jähriger Deutscher auf dem Vorplatz der Regensburger Arkaden. Der Mann erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen.

Eine halbe Stunde später pöbelten die zwei Afghanen am nahen Busbahnhof einen 75-jährigen deutschen Rentner an. Während des Angriffs stürzte das Opfer und kam mit einem Knochenbruch ins Krankenhaus.

Auch ein Helfer wurde verletzt

Ein 25-jähriger Syrer, der dem Mann zu Hilfe gekommen war, bekam Schläge. Er wurde leicht verletzt. Wenige Minuten später schlugen die beiden Tatverdächtigen noch einmal zu: Auf dem Bahnhofsvorplatz griffen sie einen 49-jährigen Deutsch-Iraker an, der verletzt wurde und ärztlich behandelt werden musste. Ihre Opfer hatten sich die zwei mutmaßlichen Schläger vermutlich zufällig ausgesucht, so die Polizei. Das Strafverfahren werde vorrangig behandelt. Passanten, die möglicherweise ebenfalls angepöbelt wurden, werden aufgerufen, sich zu melden.

Ausweitung des Alkoholverbotes am Hauptbahnhof?

Die Verdächtigen sollen zur Tatzeit betrunken gewesen sein. Am Bahnhof selbst gilt seit 1. November ein Alkoholverbot. Ein erweitertes Alkoholverbot um den Bahnhof herum würde aber nichts bringen, sagte Gerhard Roider von der Polizeiinspektion Süd auf Nachfrage des BR. Das ergebe sich aus einer Statistik, die die Polizei gemeinsam mit der Stadt erstellt hat. Darin hat sich laut Roider gezeigt, dass bei den Delikten, die rund um den Hauptbahnhof passieren, Alkohol nicht die große Rolle spielt. Stattdessen seien es vor allem Rauschgiftdelikte und Gewaltdelikte.

Am Brennpunkt Hauptbahnhof setze die Polizei auf ihre Aktion "Stark für Regensburg": Die Regensburger Polizeidienststellen zeigen dort gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei eine erhöhte Präsenz, sagte Roider. Verdächtige Personen würden kontrolliert. So versuche man, das Sicherheitsgefühl der Passanten zu erhöhen.

© BR

Die Polizei hat in Regensburg zwei Asylbewerber aus Afghanistan festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, vier Passanten angegriffen zu haben. Einer der Attackierten wurde schwer verletzt.

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Autor
  • Sebastian Wintermeier
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