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Regensburg erhält Abteilung gegen organisierte Kriminalität | BR24

© BR/Rudolf Heinz

Justizminister Georg Eisenreichjje (li.) und der Chef der Regensburger Staatsanwaltschaft, Clemens Prokop.

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    Regensburg erhält Abteilung gegen organisierte Kriminalität

    Das "Traunsteiner Modell" soll durch Spezialisierung und internationale Vernetzung besser gegen organisierte grenzüberschreitende Verbrechen vorgehen. Eine solche Spezialabteilung ist nun auch an der Staatsanwaltschaft in Regensburg vertreten.

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    Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) hat heute in Regensburg die neue Spezialabteilung gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität bei der örtlichen Staatsanwaltschaft vorgestellt. Sie soll nach dem sogenannten "Traunsteiner Modell" dazu beitragen, dass international handelnde Schleuser, Drogen- und Waffenhändler sowie Callcenter-Betrüger schneller gefasst werden können.

    "Wir richten international vernetzte und personell verstärkte Spezialabteilungen bei den grenznahen Staatsanwaltschaften ein." Georg Eisenreich (CSU), Bayerischer Justizminister

    Siebenköpfiges Expertenteam

    In Regensburg kümmert sich darum nun ein Team aus sieben Experten. Dieses Team ist mit einem Oberstaatsanwalt, zwei Gruppenleitern und vier Staatsanwälten besetzt. Die Abteilung soll zudem eng mit den benachbarten Staatsanwaltschaften, der tschechischen Polizei- und Justizbehörde sowie mit Eurojust und Europol zusammenarbeiten.

    Eine von vier Spezialabteilungen

    Bereits im August 2018 wurde die Spezialabteilung bei der Staatsanwaltschaft Traunstein eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft Regensburg ist nach Traunstein, Landshut und Kempten der vierte Standort in Bayern, an dem eine solche Spezialabteilung existiert. Längerfristiges Ziel ist es, bei allen Staatsanwaltschaften in größeren grenznahen Städten solche Spezialabteilungen einzuführen, beispielsweise in Hof und Weiden.