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Regensburg benennt Brücke nach Seenotretter Michael Buschheuer | BR24

© BR/Thomas Muggenthaler

Die Eiserne Brücke in Regensburg wird für drei Monate nach dem Gründer der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye, Michael Buschheuer, benannt.

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    Regensburg benennt Brücke nach Seenotretter Michael Buschheuer

    Im Rahmen einer Kunstaktion hat sowohl die Eiserne Brücke als auch die Donaulände in Regensburg einen neuen Namen bekommen. Damit will die Stadt sowohl den Seenotretter Michael Buschheuer würdigen, als auch an die beiden ertrunkenen Brüder erinnern.

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    Die Eiserne Brücke in Regensburg ist im Rahmen einer Kunstaktion für drei Monate nach dem Gründer der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye, Michael Buschheuer, benannt worden. Auch die Donaulände am gegenüberliegenden Ufer erhielt ab Donnerstag einen neuen Namen: Sie soll "Alan und Ghalib Kurdi Hafen" heißen. Damit will die Stadt den Seenotretter würdigen und an die beiden vor fünf Jahren im Mittelmeer ertrunkenen Brüder Alan und Ghalib Kurdi erinnern, wie Sea-Eye mitteilte.

    Kunstwerke sollen an Menschen auf der Flucht erinnern

    Bei seinem Aufenthalt in Regensburg fand der Prager Künstler Dusan Zahoransky, dass nicht nur die Gesandten beim Immerwährenden Reichstag, Monarchen oder Patrizier aus längst vergangenen Jahrhunderten Paten für Straßen und Plätze sein sollten, sondern ebenso Vorbilder des 21. Jahrhunderts. Aufgrund dessen erkannte er die Stadt als Ort der Seenotrettung. Stellvertretend für Retter und Opfer nannte er die beiden Ufer an der Eisernen Brücke "Michael Buschheuer" sowie "Alan und Ghalib Kurdi". Sie sollen an die Millionen von Menschen auf der Flucht nach Europa erinnern, teilte der Kunstverein Donumenta mit, der den Künstler zu einem Artist-in-Residence-Programm eingeladen hatte.

    Auch Tante der ertrunkenen Kurdi-Brüder vor Ort

    Die Installationen wurden am Donnerstagnachmittag am Marc-Aurel-Ufer in Regensburg von Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) und der Landtagsabgeordneten Kerstin Radler (Freie Wähler) enthüllt. Dabei hat auch Tima Kurdi, die Tante der beiden syrischen Jungen, über das Schicksal ihrer Familie gesprochen und über ihre Motivation, sich für die Rechte aller Flüchtlinge einzusetzen. In einem Interview mit Donumenta sagt Tima Kurdi: "Ich hoffe, dass die Namen meiner beiden Neffen, die für viele tote Geflüchtete stehen, Menschen dazu bewegen können, aufzustehen und ihre Stimme zu erheben, um anderen in Not zu helfen."

    Regensburg zum "Sicheren Hafen" erklärt

    Buschheuer startete 2015 die Seenot-Rettungsinitiative Sea-Eye. Anfang September 2015 ging das Bild des am Strand liegenden toten zweijährigen Alan Kurdi um die Welt. Es wurde zum Symbol für die humanitäre Not im Sommer 2015. Regensburg erklärte sich 2016 als erste bayerische Stadt zum "Sicheren Hafen".

    © BR/Thomas Muggenthaler

    Für drei Monate: "Alan und Ghalib Kurdi Hafen".

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