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Regensburg 2019: solidarischer und nicht so fad wie München | BR24

© picture alliance / Peter Schickert

Steinerne Brücke und Dom in Regensburg

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    Regensburg 2019: solidarischer und nicht so fad wie München

    Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat zum Neujahrsempfang der Stadt Regensburg geladen - anstelle des suspendierten OB Wolbergs. Sie sprach über Solidarität und konnte sich einen Seitenhieb auf München nicht verkneifen.

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    Die Stadt Regensburg geht wirtschaftlich wie auch gesellschaftlich gestärkt ins neue Jahr 2019. So lässt sich die Rede von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer zusammenfassen, die dieses Jahr zum zweiten Mal an Stelle des suspendierten Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs zum Neujahresempfang der Stadt geladen hat.

    Unter anderem betonte sie die Bedeutung der Solidarität in der Stadt, die sich nicht zuletzt im Engagement der Regensburger Seenotrettungsorganisation Sea Eye zeigt. Maltz-Schwarzfischer bekräftigte in ihrer Rede indirekt, dass Regensburg sich weiter bei der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligen werden.

    "Sich diesem Leid auf dem Mittelmeer zu verschließen, darf und kann keine Lösung sein." Gertrud Maltz-Schwarzfischer

    In Regensburg stehen in diesem Jahr vor allem zwei Ziele auf der Agenda der stellvertretenden Bürgermeisterin: Mehr Klimaschutz, zum Beispiel durch ein verbessertes E-Car-Sharing-Angebot, den Ausbau entsprechender Ladestationen und die Ausstattung der Buslinien mit weiteren Elektrofahrzeugen.

    Der zweite Schwerpunkt liegt auf dem Wohnungsmarkt. Regensburg will das Angebot für einkommensschwache Menschen verbessern. Laut Maltz-Schwarzfischer sollen bis nächstes Jahr weitere 1.000 Wohnungen mit öffentlichen Geldern gebaut werden. Zusätzlich soll die Vorgabe der Stadt, dass 20 Prozent des Wohnraums bei privaten Bauvorhaben mit öffentlicher Förderung entstehen müssen, auf 40 Prozent erhöht werden.

    Gesamthaushalt so hoch wie nie

    Daneben plant die Stadt größere Investitionen bei der Kinderbetreuung und bei der Modernisierung der Schulen. Das Geld um die Projekte zu realisieren ist da. Der Gesamthaushalt für 2019 liege mit 935 Millionen Euro so hoch wie nie. Im nächsten Jahr könnte er die Eine-Milliarde-Euro-Marke knacken, kündigt Maltz-Schwarzfischer an.

    Und: Bis 2022 sollen die Einnahmen durch die Einkommens-, Gewerbe- und Umsatzsteuer weiter kräftig ansteigen. Dazu passt, dass die Arbeitslosenquote von etwa zwei Prozent auf dem historisch niedrigsten Stand ist. "Diese Zahlen sind für das gute Zusammenleben in Regensburg von großer Bedeutung", fasst die Bürgermeisterin die wirtschaftliche Entwicklung zusammen.

    "Regensburg kann erheblich mehr tun als vergleichbare Städte, um gut gerüstet in die Zukunft zu gehen." Gertrud Maltz-Schwarzfischer

    Fadheitsgrad von Regensburg unter dem von München

    Stolz zeigt sich Maltz-Schwarzfischer über die Ansiedlung von Start-Ups, Kreativ- und Kulturschaffenden in Regensburg. Und kann sich dabei einen Seitenhieb in Richtung Landeshauptstadt nicht verkneifen. Dass von hier die Kreativszene nach Berlin abwandere, weil es jenen zu fad sei, habe sie verblüfft. "Offensichtlich liegt der Fadheitsgrad von Regensburg deutlich unter dem von München, da die Kultur- und Kreativwirtschaft in Regensburg immer weiterwächst."