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Die Regener Landrätin Rita Röhrl will erreichen, dass die 15-Kilometer-Regel gelockert wird. Röhrls Ziel wäre es, dass die Landkreisbewohner sich zumindest im eigenen Landkreis frei bewegen können. Alles andere sei schwer vermittelbar.

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Regener Landrätin fordert Lockerung der 15-Kilometer-Regel

Die Regener Landrätin Rita Röhrl will erreichen, dass die 15-Kilometer-Regel gelockert wird. Röhrls Ziel wäre es, dass die Landkreisbewohner sich zumindest im eigenen Landkreis frei bewegen können. Alles andere sei schwer vermittelbar.

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  • Renate Roßberger
  • BR24 Redaktion

Die Regener Landrätin Rita Röhrl (SPD) will bei der Bayerischen Staatsregierung erreichen, dass die 15-Kilometer-Regel gelockert wird. Das sagte ihr Pressesprecher Heiko Langer dem BR. Röhrls Ziel wäre es, dass die Landkreisbewohner sich zumindest im eigenen Landkreis frei bewegen können. Alles andere sei schwer vermittelbar.

Anwohner dürfen im eigenen Landkreis nicht in Naherholungsgebiete

Nach der derzeitigen Auslegung der Regel sei es so, dass zum Beispiel die Bewohner der Bayerwaldgemeinde Rinchnach nicht zum Spazierengehen in das Arbergebiet fahren dürften, das im eigenen Landkreis, aber weiter als 15 Kilometer entfernt liegt vom Wohnort. Münchner Tagesausflügler aber dürften sehr wohl über 100 Kilometer weit herfahren.

Das zweite Problem bei der 15-Kilometer-Regel sei, dass sie innerhalb eines Landkreises für die Polizei kaum oder nur mit sehr hohem Aufwand kontrollierbar ist, wenn man nicht alle Autos, die unterwegs sind, aufhalten will.

Landkreis Regen: Inzidenz-Wert von 285

Der Landkreis Regen hat derzeit eine Inzidenz von rund 285 Fällen pro 100.000 Einwohner, ist also immer noch Hochrisikogebiet. Gleichzeitig ist er das Ziel vieler Tagesausflügler aus anderen Regionen, weil hier beliebte Ziele wie der Große Arber, die Arberseen, das Langlaufzentrum Bretterschachten und Teile des Nationalparks mit dem Berg Falkenstein liegen. Der Neuschnee dürfte den Andrang von draußen noch vergrößern.

"Holzhammermethoden": Kritik an Bewegungseinschränkungen

Mehrere bayerische Oppositionspolitiker hatten zuvor bereits die von Bund und Ländern beschlossenen Bewegungseinschränkungen scharf kritisiert. Der SPD-Fraktionschef Horst Arnold sprach auf Twitter von "unverhältnismäßigen Holzhammermethoden". Ein Bewegungsradius von 15 Kilometern sei nicht lebensnah und praktikabel. Die Folge sei eine "maximale Verunsicherung der Menschen" und die Überforderung der Polizei.

Bayerns FDP-Chef Daniel Föst erklärte, dass die Regierung falsche Prioritäten setze. "Wir müssen das Virus eindämmen, nicht die Menschen." Die AfD bezweifelt den Sinn der Einschränkungen grundsätzlich. Die Vorsitzende der größten Oppositionsfraktion im Landtag, Katharina Schulze, steht indes hinter der Verlängerung und hinter der Verschärfung. Sie kritisiere aber, dass bei der Mehrzahl der Infektionen nicht klar ist, wo sie entstehen und sieht die Verantwortung bei der Staatsregierung.

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