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Regenbogenfahnen auf der Wiesn nach homophober Attacke | BR24

© picture alliance/Peter Kneffel/dpa

Eine Regenbogenfahne vor der Frauenkirche beim Christopher-Street-Day. Als Reaktion auf eine Attacke wehen jetzt auch vor der Wiesn bunte Fahnen.

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    Regenbogenfahnen auf der Wiesn nach homophober Attacke

    Nach einem schwulenfeindlichen Angriff auf dem Münchner Oktoberfest haben die Veranstalter am Dienstag Regenbogen-Fahnen gehisst. Bei dem Angriff waren zwei junge Männer von einer größeren Gruppe beleidigt und verletzt worden.

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    Am Eingang des Münchner Oktoberfests wehen jetzt Regenbogenflaggen als Reaktion auf eine homophobe Attacke. "Die Wiesn steht wie kaum ein Ereignis sonst für Münchens Motto 'Leben und leben lassen'", sagte Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner.

    Vergangene Woche hatte eine zehn- bis fünfzehnköpfige Besuchergruppe vier junge Männer mit "Hey ihr Schwuchteln" beleidigt. Beim Versuch, die Angreifer zur Rede zu stellen, schlugen mehrere Männer aus der Gruppe zu. Ein 22-Jähriger und ein 23-Jähriger wurden bei der Attacke verletzt, teilte die Polizei am Dienstag mit.

    Regenbogenfahnen am Eingang der Wiesn

    Für Baumgärtner ein absolutes No-Go: "Gewalt gegen Menschen, die sich nicht am Mainstream orientieren, darf auf unserer Wiesn keinen Platz haben. Wer die Wiesn kennt, weiß, dass jeder dort ungestört feiern kann. Zwei sich küssende Männer oder händchenhaltende Frauen sind dort völlige Normalität."

    Als Zeichen für Toleranz, Respekt und Vielfalt wehen nun die Regenbogenfahnen an zwei Masten am Eingang. Die Regenbogenfahne gilt seit den 1970er-Jahren als Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung.