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Regelmäßige Coronatests für Pflegende gefordert | BR24

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Am Tag der Pflege erneuert die VdPB ihre Forderung nach Reihentests und Antikörpertests für Personal in Heimen und Kliniken. Nur wenn das gewährleistet sei, gebe es mehr Sicherheit für die Patienten und Bewohner, aber auch für die Pflegekräfte.

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Regelmäßige Coronatests für Pflegende gefordert

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft und die Vereinigung der Pflegenden in Bayern üben heftige Kritik an der Politik der bayerischen Staatsregierung. Sie fordern eine flächendeckende Testung des Personals in Kranken- und Pflegeeinrichtungen.

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Mit Blick auf die aktuelle Auslastung der COVID-19-Testkapazitäten fordert die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB), in Kliniken, vor allem aber auch in Einrichtungen der Langzeitpflege, zu Reihentests und Antikörpertests der Pflegenden überzugehen.

Forderung: Pflegepersonal auch ohne Indikation regelmäßig testen

Das Personal müsse regelmäßig auch ohne Indikation getestet werden. Nur wenn das gewährleistet sei, so VdPB-Präsident Georg Sigl-Lehner heute Früh im B5-"Thema des Tages", gebe es mehr Sicherheit für die Patienten und Bewohner, aber auch für die Pflegekräfte. Sigl-Lehner verwies auf die massiven COVID-19-Ausbrüche mit hohen Sterberaten in einzelnen Einrichtungen. "Abgesehen davon, dass wir das Personal von der Angst befreien würden, für irgendwen ein Ansteckungsrisiko darzustellen, würden regelmäßige Tests uns viel gezieltere Handlungsoptionen geben", so Sigl-Lehner.

Krankenhausgesellschaft: Testung im Interesse der Allgemeinheit

Unterstützt wird die Forderung nach Reihentests auch von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft. "Wir halten es für absolut wichtig, dass das Personal in den entsprechenden Einrichtungen flächendeckend auf das Coronavirus getestet wird. Dafür jedoch braucht es auch eine entsprechende Finanzierungsregelung, entweder über die Krankenkassen oder/und über den Bund", so Siegfried Hasenbein von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft. Eine Testung sei im Interesse der Allgemeinheit.

Je früher großflächig vor allem in den Einrichtungen das Personal und die Patienten getestet würden, umso mehr Sicherheit werde das gesamte System bekommen, so Hasenbein gegenüber dem BR. Eine Testung einzelner Personen kostet derzeit zwischen 60 und 120 Euro. Dies könne keine Klinik dauerhaft angesichts der schon jetzt prekären finanziellen Situation von Krankenhäusern übernehmen. Hier sei die Politik mit konkreten Plänen und Kostenübernahmezusagen gefordert.

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