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"Rechte Gesinnung": Reinhardt verlässt "Wir sind Augsburg" | BR24

© BR/Marcella Reinhardt/Pösl

Marcella Reinhardt

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    "Rechte Gesinnung": Reinhardt verlässt "Wir sind Augsburg"

    Die WSA-Stadtratskandidatin Marcella Reinhardt tritt aus der politischen Gruppierung aus. Grund für ihre Entscheidung sind anhaltende Diskussionen um politische Ansichten eines Mitgliedes auf ihrer Liste. Reinhardt sprach von "rechter Gesinnung".

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    Die Augsburger WSA-Stadtratskandidatin Marcella Reinhardt tritt aus der politischen Gruppierung "WSA - Wir sind Augsburg e.V." aus. Das teilte sie dem BR mit. Grund für ihre Entscheidung sind anhaltende Diskussionen um politische Ansichten eines Mitgliedes auf ihrer Liste.

    "Ich will mich nicht rechtfertigen"

    Reinhardt, die auch dem "Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Schwaben e.V." vorsitzt, teilte schriftlich mit: "In jüngster Zeit entstand eine öffentliche Diskussion bezüglich eines Kandidaten der WSA mit sehr rechter Gesinnung. Ich kann und will mich nicht für Dinge rechtfertigen müssen, mit denen ich weder in der Vergangenheit etwas zu tun hatte, noch in der Zukunft etwas zu tun haben will. Daher kündige ich mit sofortiger Wirkung meine Mitgliedschaft in der WSA."

    Reinhardt engagiert sich für NS-Opfer

    Marcella Reinhardt engagiert sich politisch für das Andenken an die Opfer der NS-Zeit, Mitglieder ihrer Familie verloren ihr Leben im KZ. Um ihre Ziele durchzusetzen, habe sich Reinhardt entschlossen auf der WSA-Liste zu kandidieren.

    Die Liste mit vielen anderen Kandidaten mit Migrationshintergrund schien ihr gut geeignet, so die schwäbische Sinti- und Roma-Vorsitzende. Reinhardt steht bei der Kommunalwahl in Augsburg auf der WSA-Liste, die nicht mehr geändert werden kann.

    Für den Fall, dass sie gewählt werden sollte, werde sie ihre Ziele als parteiunabhängige Stadträtin weiter verfolgen, so Reinhardt.