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"Rebel Cruise": Rechtspopulisten-Kreuzfahrt ist wohl abgesagt | BR24

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Flusskreuzfahrt in Passau (Symbolbild)

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    "Rebel Cruise": Rechtspopulisten-Kreuzfahrt ist wohl abgesagt

    Die umstrittene Donau-Kreuzfahrt von Rechtspopulisten von Regensburg über Passau nach Budapest ist offenbar abgesagt. Der Veranstalter begründet dies mit der Sorge um die Sicherheit seiner Fahrgäste, weil sie Protesten ausgesetzt sein könnten.

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    Die im kommenden Jahr geplante Kreuzfahrt von Rechtspopulisten auf der Donau von Regensburg über Passau nach Budapest findet offenbar nun doch nicht statt. Das hat das Management der "Monarch Empress", des Schiffs, mit dem die Tour stattfinden sollte, dem BR jetzt mitgeteilt.

    Aus Medien von Kreuzfahrt erfahren

    Wie es in einer Mail des Vertreters der schweizerischen River Advice AG, Daniel Buchmüller, heißt, habe man erst aus den Medien von der "Rebel Cruise" erfahren. Die Kreuzfahrt sei von einem Vertragspartner, einem amerikanischen Reiseveranstalter, an ein Reisebüro unterverchartert worden, das die Kreuzfahrt nicht als "Rebel Cruise" deklariert habe. Daher habe man nicht gewusst, wer hinter dieser Reise stehe. Als man Kenntnis von der Charter bekommen habe, habe man seitens der River Advice AG umgehend Kontakt mit dem Reiseveranstalter aufgenommen.

    Absage aus Angst vor "extremistischer Gewalt"

    Inzwischen kann man auch der Website von "Rebel Media" entnehmen, dass die Organisatoren die Reise abgesagt haben. Die Begründung: Der Veranstalter sorge sich um die Sicherheit seiner Passagiere und Crew-Mitglieder. Man habe im Vorfeld erfahren, dass "Gewalt von extremistischen Gegnern" zu erwarten gewesen wäre. Die Veranstalter zeigten sich enttäuscht von der Absage, aber versprachen, sich nicht auf ihrem Kurs beirren zu lassen und dass man weitere Aktionen plane.

    Gegenwehr in Passau und Regensburg

    Zuvor hatten Vertreter aus Passau und Regensburg, wo die "Rebel Cruise" Halt gemacht hätte, angekündigt, sich gegen die Rechtspopulisten-Kreuzfahrt zu wehren. Beide Städte wollten prüfen, ob man dem Schiff einen Liegeplatz verweigern könne.

    Auf der Donau-Kreuzfahrt wurde den Teilnehmern Treffen mit Vertretern der, so wörtlich, "aufstrebenden nationalistischen Bewegungen Europas" in Aussicht gestellt. Geplant waren demnach Begegnungen mit Politikern der deutschen AfD, der österreichischen Mitte-Rechts-Regierung von Sebastian Kurz und von Viktor Orbans ungarischer "Fidesz"-Partei.