BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Brücken-Center Ansbach
Bildrechte: Brücken-Center Ansbach

Das Brücken-Center in Ansbach: ab September ohne Real-Markt.

Per Mail sharen

    Real-Märkte schließen: Unverständnis in Ansbach

    Ende September ist Schluss: Für die Real-Märkte in Ansbach und Neustadt a.d. Aisch gibt es mangels wirtschaftlicher Perspektive keine Zukunft mehr. Dabei hatte man vor etwas mehr als zwei Jahren ein vermeintlich konkurrenzfähiges Konzept aufgestellt.

    Per Mail sharen
    Von
    • Markus Balek

    Das Damokles-Schwert schwebte schon seit einiger Zeit über den Real-Filialen der Märkte in Ansbach und Neustadt a.d.Aisch. Nun ist es bittere Gewissheit. Ab dem 1. Oktober werden die beiden Filialen der SB-Warenhauskette Geschichte sein.

    Ansbacher Brücken-Center-Betreiber verwundert angekündigte Schließung

    Der Brücken-Center-Betreiber, DV Immobilien Gruppe, zeigt sich verwundert über die angekündigte Schließung des Real-Markts zum 30. September. Real habe sich damals für ein langfristiges Engagement im Brücken-Center Ansbach entschieden und mit einer Millioneninvestition das neue Markthallen-Konzept im Brücken-Center umgesetzt, heißt es in einer Mitteilung.

    Um- und Ausbauten im Jahr 2018

    Nach vielen Um- und Ausbauten hatte Real erst im Dezember 2018 sein Warenhaus neu eröffnet. Der Standort sei bewusst für ein neues Markthallen-Konzept ausgewählt worden, das ansonsten nur in Großstädten umgesetzt wurde, um die Zukunft der SB-Warenhauskette zu sichern.

    Russischer Investor soll Verkauf und Zerschlagung geplant haben

    Der russische Investor SCP hatte im vergangenen Jahr 270 SB-Märkte der angeschlagenen Warenhauskette von Metro übernommen. Das Ziel sei von Beginn an gewesen, diese zu zerschlagen und zu verkaufen, sagt Stephan Hof von der DV Immobilien Gruppe. Die Betreiber hätten die Entwicklung in den vergangenen Monaten seit der Übernahme der Real-Märkte durch den neuen Investor mit Sorge verfolgt.

    Kein Kontakt zum Investor

    Als Betreiber und Vermieter hätte das Brücken-Center in Ansbach frühzeitig und kontinuierlich versucht, mit dem neuen Investor Kontakt aufzunehmen. Bis heute sei dies leider nicht gelungen. Umso mehr sei man über die Aussage überrascht, der Investor habe versucht, Lösungen für den Standort Ansbach zu finden, so Stephan Hof.

    Weiternutzung der Real-Flächen im Fokus

    Das Brücken-Center Ansbach ist mit täglich bis zu 18.000 Besuchern und über 90 Anbietern aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie ein wichtiger Handelsplatz für Ansbach und Mittelfranken. "Für uns steht daher bei der Weiternutzung der Real-Fläche im Fokus, unseren Kunden und Besuchern auch weiterhin das gewohnte, umfangreiche und attraktive Einkaufserlebnis bieten zu können", sagt Andreas Schmid, Geschäftsführer des Brücken-Centers Ansbach.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!